Joshua Kimmich galt eigentlich auch in schwierigen Zeiten des DFB-Teams als eine der unumstrittenen Säulen der Mannschaft. Doch das Bild scheint im Moment sehr schnell zu kippen. Nach dem gebrauchten Auftritt in der Nations League gegen Griechenland (0:1), als Deutschland extreme Probleme hatte, den tiefen Block des Gegners zu durchbrechen, geriet auch Kimmich in die Kritik.
Die Zweifel am DFB-Kapitän erhärteten sich bei den Kimmich-Kritikern dann nochmal nach dem gelungenen Auftritt der Deutschen gegen Serbien (2:0), bei dem das Dreiermittelfeld aus Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz super funktionierte und den Fans in München eine Menge Freude bereitete. Es kam die Frage auf, ob es Kimmich im deutschen Mittelfeld überhaupt noch braucht.
Littbarski stellt sich hinter Kimmich
Für diese Debatte hat Pierre Littbarski, deutscher Weltmeister von 1990, offenbar so gar kein Verständnis. "Er spielt sehr gute Chipbälle hinter die Abwehr, die sonst fast keiner spielen kann", sagte der 66-Jährige bei ran über Kimmich und stellte klar: "Also auf diese Diskussion würde ich mich nicht einlassen."
Littbarski erklärte weiter, dass man sich gegnerabhängig für das Personal in der Mittelfeldzentrale entscheiden müsse. "Das kann man nicht so pauschal sagen. Jedes Spiel ist auch anders, Serbien ist nicht so stark in der Defensive wie die Griechen", meinte die Legende des 1. FC Köln.
Kimmich auch unter Klopp gesetzt
Auch Bundestrainer Jürgen Klopp positionierte sich schon klar hinter Kimmich. Der 59-Jährige reagierte auf die Frage, warum das Mittelfeld-Trio gegen Serbien ohne Kimmich so gut harmoniert habe vielsagend und meinte nur: "Es ist so ein schöner Abend und ihr wollt ein Thema aufmachen, das kein Thema ist."
Kimmich wird auch in Zukunft im Mittelfeld des DFB-Teams gesetzt sein. Bestimmt wird er auch mal seine Auszeit bekommen, aber der Dirigent des FC Bayern München ist für die deutsche Mannschaft weiterhin unverzichtbar. Spannend wird die Frage sein, wer neben ihm auf der Doppelsechs Platz nehmen darf. Dort haben vermutlich Tom Bischof und Aleksandar Pavolvic mehr Pluspunkte bei Klopp sammeln können als Felix Nmecha.
