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Trotz Personalnot außen vor: Polzins Klartext zu HSV-Neuzugang Amoako

Im Sommer als vielversprechendes Mittelfeldtalent an die Elbe gewechselt, wartet Kofi Amoako beim Hamburger SV noch auf den echten Durchbruch. Trotz personeller Engpässe im Zentrum stand der 21-Jährige im bisherigen Saisonverlauf nur selten auf dem Rasen. Merlin Polzin erklärt nun die Hintergründe der Reservistenrolle.
VonJan Kupitz
Kofi Amoako im HSV-Trikot
Kofi Amoako im HSV-Trikot | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Nachdem er sich in der Vorsaison bei Dynamo Dresden als einer der besten Spieler der 2. Bundesliga hervorgetan hatte, schlug der Hamburger SV im vergangenen Sommer kurzerhand zu und nahm Kofi Amoako für 1,8 Millionen Euro unter Vertrag.

"Kofi bringt ein sehr spannendes Profil mit – der Mix aus Physis und Athletik, seine Zweikampfstärke und seine Intensität gegen den Ball passen hervorragend zu unserer Spielidee. Darüber hinaus verfügt er über eine gute Qualität am Ball und taktische Flexibilität. Wir sind davon überzeugt, dass er unser Spiel bereichern wird und gleichzeitig noch Entwicklungspotenzial besitzt", meinte HSV-Sportdirektor Claus Costa damals.

Den Vorschusslorbeeren konnte Amoako bislang aber nicht gerecht werden. In der Bundesliga stand der Youngster erst 30 Minuten auf dem Feld, hinzu kommt eine Einwechslung im DFB-Pokal. Sicherlich nicht die Bilanz, die Amoako sich bei seinem Wechsel erhofft hatte.

Amoako auch nach Verletzungen von Remberg und Nadir kein großer Faktor

Im DFB-Pokal wurde Amoako eingewechselt
Im DFB-Pokal wurde Amoako eingewechselt | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Besonders überraschend ist, dass Amoako auch nach der schweren Verletzung von Nicolai Remberg bislang keine Rolle spielt und von dem Ausfall seines Konkurrenten überhaupt nicht profitieren kann. Selbst als sich mit Bilal Nadir ein weiterer Mittelfeldspieler verletzte, reichte es nicht für wesentlich mehr Spielzeit beim Ex-Dresdener.

HSV-Coach Merlin Polzin sprach auf der Pressekonferenz am Mittwoch über Amoakos schwierige Situation und verriet, dass er "die detaillierten Gründe" bereits mit Amoako besprochen habe. "Die anderen Jungs im Zentrum sind einen Schritt weiter", wird Polzin vom Hamburger Abendblatt zitiert.

"Es gibt einfach Themen, an denen er weiter arbeiten muss, um sich mehr Spielzeit zu verdienen."
Polzin über Amoako

Konkret wollte der HSV-Coach nicht auf die Baustellen des Youngsters eingehen, doch zumindest bescheinigte er ihm die entsprechenden Fortschritte: "Es gibt einfach Themen, an denen er weiter arbeiten muss, um sich mehr Spielzeit zu verdienen oder von Anfang an zu spielen. Die Minuten werden mehr und mehr. Die Auftritte als Einwechselspieler waren gut. Jetzt gilt es für ihn, das Ganze zu bestätigen über viel Trainingsarbeit und eine gute Energie."

"Wir sind noch früh in der Saison", wollte Polzin zudem beschwichtigen. "Kofi ist ein Spieler, der die Dritte Liga gespielt hat, der die Zweite Liga gespielt hat und der jetzt drauf und dran ist, auch in der Bundesliga Fuß zu fassen. Aber da gehört viel dazu, vor allem viel Fleiß und viel Trainingsarbeit."


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