Fast hätte Borussia Dortmund wieder Borussia-Dortmund-Dinge gemacht und das Spiel gegen Werder Bremen im Pokal trotz 2:0-Führung doch noch aus der Hand gegeben. Doch nachdem Niclas Füllkrug für die Grün-Weißen ausgeglichen hatte, hatte Marcel Sabitzer das letzte Wort.
Der Österreicher zirkelte einen Freistoß in der Nachspielzeit ins Tor und schoss den BVB damit in die nächste Runde. Ausgerechnet Sabitzer mögen viele jetzt denken, denn der Österreicher gehörte schon im Sommer zu den größten Abschiedskandidaten.
Bleibt Sabitzer doch?
Hat sich der Österreicher durch seinen Siegtreffer jetzt also gewissermaßen zurückgeholt und kommt eine Vertragsverlängerung plötzlich doch wieder in Frage? Laut Sky ist das nicht der Fall, am Dortmunder Plan, Sabitzer am Saisonende ablösefrei ziehen zu lassen.
Zudem passt Sabitzer nicht mehr zur neuen Philosophie des Klubs. Unter Sportdirektor Ole Book will der BVB wieder mehr den Fokus auf entwicklungsfähige Spieler setzen, die später mit einem deutlichen Gewinn weiterverkauft werden können. Das zeigte der Transfersommer, als die Schwarz-Gelben mit Konstantinos Karetsas, Joane Gadou und Giannis Konstantelias gleich mehrere Top-Talente verpflichteten.
Sabitzer aus der Zeit gefallen?
Sabitzer jedoch kommt aus einer Zeit, als der BVB unter Sebastian Kehl mit etablierten Bundesliga-Spielern einen Angriff auf den FC Bayern starten wollte. Dauerhaft durchsetzen konnte sich der Österreicher bei den Schwarz-Gelben allerdings nie.
Zudem nimmt Sabitzer mit einem geschätzten Gehalt von acht Millionen Euro einen großen Teil des Budgets ein. Dieses Geld können die Schwarz-Gelben deutlich besser investieren – gerade mit Blick auf die neue Philosophie des Klubs.
