Ausgerechnet mit einem erneuten Tief- und Rückschlag muss sich Borussia Mönchengladbach in die Länderspielpause verabschieden. Bereits am Freitagabend musste eine 1:3-Niederlage beim Hamburger SV hingenommen werden, die zweifeslohne die Bezeichnung "unnötig" verdient hatte.
Die zwischenzeitliche Ausgangslage ist somit ebenso deutlich wie erdrückend: Nach neun Spieltagen steht die Fohlenelf mit vier Zählern auf dem letzten Tabellenplatz. So ist nun nicht einmal mehr bloß der Abstiegskampf an sich ein Thema – viel mehr rückt eine nahe Zukunft in der 2. Bundesliga immer weiter in den Fokus. Selbst vor den weiteren Partien dieses neunten Spieltags betrug der Rückstand auf das rettende Ufer des 15. Tabellenplatzes satte fünf Punkte.

Ein guter Anhaltspunkt dafür, wie düster die Ausgangslage für die Borussia mittlerweile tatsächlich ist, ist der sogenannte 'Supercomputer' des Datendienstleisters Opta. Dieser berechnet die Wahrscheinlichkeiten von Abstieg, Relegation, Meisterschaft und dergleichen für die unterschiedlichen Klubs auf Basis der aktuellen Situation und bisherigen Leistungen beziehungsweise Ergebnissen, und führt diese auf Basis von diverser Simulationen weiter aus.
Durch die Niederlage in Hamburg ist die Wahrscheinlichkeit für den direkten Abstieg laut Opta auf bereits 49,9 Prozent angestiegen. Weitere 13,7 Prozent weißt der Supercomputer für die Relegation aus, also für ein Saisonende auf dem 16. Tabellenplatz.
Schweres Programm bis zum Jahreswechsel – was sorgt jetzt für den nötigen Glauben?
Alles andere als eine hoffnungsvolle Prognose für die Gladbacher. Dabei hilft auch nicht, dass das Programm der nächsten Wochen nicht wirklich für Optimismus sorgt – eher im Gegenteil.
Wenn die Borussia aus der Länderspielpause kommt und wieder in den Alltag der Bundesliga startet, steht direkt das Heimspiel gegen Borussia Dortmund an. Anschließend geht es an der Weser gegen ein zurzeit sehr formstarkes Werder Bremen.
Bis zum Jahreswechsel und zur zwischenzeitlichen Winterpause folgen dann noch das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen, ein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt und dann noch der Besuch beim FC Schalke. Mit der Ausnahme des Aufsteigers aus Gelsenkirchen warten also im restlichen Kalenderjahr lediglich Duelle mit Klubs, die vor ihrem jeweils neunten Spieltag allesamt in der oberen Tabellenhälfte anzusiedeln sind. Und genau in dieser Phase muss man sich am Niederrhein spürbar aufbäumen. Schwierig, schwierig...
