Der VfB Stuttgart hat den Saisonstart vermasselt und geht mit lediglich drei Punkten als 15. in die Länderspielpause. "Nach vier Spieltagen ist das nicht die Tabellensituation, die wir uns erhofft haben. Die Situation werden wir ernst nehmen, aber nicht dramatisieren", gab Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nach der Pleite gegen den BVB unumwunden zu.
Der 47-Jährige wollte trotzdem nicht in Panik verfallen und wies darauf hin, dass die bisher absolvierten Spiele mehr hergeben "als die blanke Statistik". Gegen Hoffenheim (1:2) und Dortmund (0:1) habe der VfB "ordentliche Leistungen" gezeigt, so Wohlgemuth. "Wir haben die Spiele bisher so gestaltet, dass wir Punkte holen werden."
Matthäus bleibt beim VfB gelassen
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Lothar Matthäus, der die Leistungen als besser erachtet, als es die Punktausbeute erahnen lässt. "In Hoffenheim nimmst du mit ein bisschen Glück drei Punkte mit, gegen Dortmund holst du mit ein bisschen Glück ein Unentschieden", so der TV-Experte am Sky-Mikro. "Dann hast du sieben Punkte und keiner redet über die Tabelle. Ich habe keine Sorgen um den VfB, aber natürlich muss man langsam anfangen, Punkte zu sammeln."
Warum er sich keine Sorgen machte, begründete der 65-Jährige ebenfalls: "Die Qualität ist da und im Verein ist man ruhig. Da ist keine Hektik. Die Verantwortlichen haben volles Vertrauen in diesen Kader. Der Kader ist super zusammengestellt und sie werden ihren Lauf haben."
Ein Problem der Schwaben ist bislang, dass im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft und Effizienz fehlen. Deniz Undav, Ermedin Demirovic und Dzenan Pejcinovic bringen zwar jede Menge Qualität mit, konnten diese aber noch nicht konstant abrufen. Dass sie es können, zeigten Demirovic und Pejcinovic beispielsweise mit ihren Dreierpacks in der Champions League bzw. im DFB-Pokal. Nur in der Liga will es noch nicht so recht klappen. Auch die Konterabsicherung ist bislang ein Problem.
Torhüter Fabian Bredlow verwies außerdem auf das harte Startprogramm, das der VfB in diesem Jahr hatte: "Wir hinken unserem Anspruch hinterher. Man wünscht sich natürlich mehr Punkte. Aber man muss auch ein wenig betrachten, gegen welche Gegner wir bisher gespielt haben. In München, gegen Dortmund, da haben wir in der letzten Saison auch verloren."
Diese Entschuldigung gilt nach der Länderspielpause jedoch nicht mehr, denn dann warten in der Bundesliga der SC Paderborn, HSV und Borussia Mönchengladbach – drei Teams, die man unbedingt schlagen muss.
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