Nicht nur auf dem Fußballplatz zeigt Micheal Olise regelmäßig Außergewöhnliches. Auch seine Auftritte außerhalb sind einzigartig und hin und wieder gar skurril. Der französische Superstar des FC Bayern München ist wahrlich kein Freund großer Worte, geschweige denn des großen Auftritts, und sorgt mit seinen seltenen und einsilbigen Interviews für verdutzte Journalisten und virale Videos. Aber auch mit seinen Outfits eckt Olise zuletzt an.
Ist das Verhalten von "Mr. Nonchalant" jüngst "am Rande der Respektlosigkeit", wie es etwa der spanische Journalist José I. Araoz jüngst bezeichnete? Während Sky-Experte Dietmar Hamann zudem die Frage aufwarf, wie lange der FC Bayern das Verhalten seines Offensivspielers akzeptieren werde, sprang dessen Sky-Kollege und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus Olise nun zur Seite.
"Das will er nicht, das ist nicht seine Natur."Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler
"Wir wollen doch keine Spieler verändern", sagte Matthäus am Rande einer Gesprächsrunde, die die DFB Schiri GmbH für ausgewählte TV-Experten in München veranstaltet hatte: "Ich finde ihn gut, wie er ist! Weil: Warum muss er reden, wenn er nicht reden will? Nur weil wir es wollen, weil er dann Schlagzeilen macht? Das will er nicht, das ist nicht seine Natur."

Vor allem Olises Auftritt nach dem 5:0 in der Champions League gegen Bodö/Glimt hatte für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Der 24-Jährige blieb einmal mehr extrem wortkarg und bot dem bemitleidenswerten Reporter keine Anknüpfungspunkte an. "Ich schieße und dann geht er rein – oder halt nicht", erklärte Olise etwa seine Torgefahr. Freude strahlte er beim Erhalt des "Man of the match Awards" zuvor zudem kaum aus.
Schlappen beim Ministerpräsidenten, Mütze auf dem Oktoberfest
Für neuen Gesprächsstoff sorgte er nur wenig später auf dem Oktoberfest, zu dem er mit einer blauen Wollmütze erschien, unter der er mit seinen Haaren das Gesicht fast vollständig verdeckte. Wenige Tage zuvor war Olise zudem in Schlappen zu einer Ehrung in der Bayerischen Staatskanzlei durch Ministerpräsident Markus Söder erschienen. Beim anschließenden Foto-Shooting hatte er sich dann mit verschränkten Armen und gesenktem Kopf in der letzten Reihe versteckt.
Matthäus sieht in all dem jedoch "kein Problem". Der TV-Experte stehe selbst vor der Kamera und rede und Olise gehe eben "am liebsten nach dem Spiel irgendwo hin, wo er sich wohlfühlt. Die Wohlfühloase ist nicht das Mikrofon und die Kamera, sondern wahrscheinlich sein Umfeld", erklärte der 65-Jährige: "Ich würde ihn so lassen, wie er ist. Wenn er so Fußball spielt, wie er es tut, dann kann er anziehen, was er will, und dann kann er an jedem Mikrofon vorbeilaufen. Für mich ist der Unterhaltungswert auf dem Platz wichtiger."
Weitere FC Bayern-News lesen:
