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Schweini schlägt Alarm – und Kimmich stimmt zu

Willkommen im Mittelmaß, DFB-Team? Zu diesem Schluss kam jedenfalls Bastian Schweinsteiger. Joshua Kimmich wollte nicht widersprechen.
VonSimon Zimmermann
Ist Deutschland keine Topmannschaft mehr?
Ist Deutschland keine Topmannschaft mehr? | EyesWideOpen/GettyImages

Nach der 0:1-Pleite der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland legte Bastian Schweinsteiger die Finger in die DFB-Wunde. Der Weltmeister von 2014 analysierte als ARD-Experte den Auftritt beim Heimspieldebüt von Jürgen Klopp als Bundestrainer knallhart. Und kam zu einem besorgniserregenden Schluss: "Wir haben nicht mehr die Spieler, die den Unterschied ausmachen."

"Wir sind im Mittelmaß angekommen."
Bastian Schweinsteiger (ARD)

Anders als nach Schweinis Meinung die Griechen mit Konstantinos Karetsas, Christos Tzolis und Evangelos Pavlidis: "Das waren Unterschiedsspieler für mich. Die haben wir halt nicht."

Das Urteil des 42-Jährigen über das DFB-Team fiel entsprechend aus: "Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen."

Kimmich stimmt Schweinsteigers Analyse zu

Nicht weniger besorgniserregend war die Reaktion von Kapitän Joshua Kimmich auf Schweinsteigers Analyse: "Ja, das muss man so sagen! Eine Topmannschaft zeichnet aus, dass sie vermeintlich schwächere Gegner schlägt und auch die Topteams schlägt. Wir haben die Niederlande nicht geschlagen und heute verloren. Dementsprechend sind wir aktuell kein Topteam."

Kimmich erklärte aber auch, dass das aktuell gar nicht der entscheidende Punkt sei: "Wir sind bei der WM sehr, sehr früh ausgeschieden. Es ist aber auch nicht wichtig, ob wir aktuell ein Topteam sind, sondern uns wieder dahin entwickeln."

Ähnlich sah es auch Bayern-Kollege Jonathan Tah: "Ich überlasse das den Leuten von außen, wie sie uns bewerten oder einstufen. Für uns geht es darum, und das ändert sich nicht mit einer Niederlage, dass wir ein neues Kapitel anfangen und Erfahrungen als Mannschaft sammeln, aus denen wir lernen. Ich bin mir sicher, dass wir wieder erfolgreich werden. Ob uns jemand als Mittelmaß einstuft oder nicht, spielt für uns keine Rolle."

Schweini nimmt Klopp in Schutz: "Der richtige Mann dafür"

Den neuen Bundestrainer nahm Schweinsteiger derweil in Schutz. Demnach sei es richtig, für den geplanten Umbruch neue Spieler zu testen und Dinge auszuprobieren. Es gehe schließlich darum, "eine Mannschaft zu entwickeln, die dann auch den Jürgen-Klopp-Fußball spielen wird. Das werden wir hoffentlich im November sehen, aber jetzt ist es reine Testerei", so Schweinsteiger.

Und weiter: "Jürgen Klopp ist in der Findungsphase. Es ist das zweite Länderspiel von ihm. Das dauert alles. Er ist jetzt nicht der Zauberer. Du kannst von der Mannschaft nicht erwarten, dass sie hier mit 4:0 und dominierend gegen Griechenland vom Platz gehen. Das ist harte Arbeit. Aber Jürgen Klopp ist der richtige Mann dafür. Aber die Spieler müssen sich auch selbst hinterfragen: Ist das alles?"

Wer könnten die "Unterschiedsspieler" sein?

Eine weitere Frage ist, ob es künftig wieder "Unterschiedsspieler" im deutschen Team geben kann und wird? Für Schweinsteiger haben dafür derzeit vor allem Kimmich und auch Karim Adeyemi das Potenzial: "Ich sehe bei uns insgesamt das Problem, wenn wir von hinten rausspielen müssen. Der einzige, der da kreative Pässe spielen kann, ist Kimmich. Wenn er nicht da ist, wird es schwierig", meinte Schweinsteiger über Kimmich.

Zu Adeyemi erklärte er: "Das ist ein Spieler, der bei Barcelona unfassbar gut gestartet ist. Er wird da auch eingesetzt mit seinen Stärken, die er hat. Er spielt dort meistens links außen. Da gefällt er auch mir besser. Da würde ich ihn öfter einsetzen."


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