Es sind Bilder, die nicht nur die Fans und Verantwortlichen von Borussia Dortmund bangen lassen: Nico Schlotterbeck liegt im Training bei der Nationalmannschaft plötzlich auf dem Boden und hält sich verzweifelt die Hände vors Gesicht. Teamkollegen und Mediziner versammeln sich um ihn. Der BVB-Abwehrchef wälzt sich nach rechts und wieder auf den Rücken ohne die Hände vom Gesicht zu nehmen, während die DFB-Ärzte anfangen, sich um seinen rechten Fuß zu kümmern.
Schlotterbeck war beim Aufwärmspiel der Mittwochseinheit ohne Fremdeinwirkung zu Boden gegangen. Wie schlimm die Verletzung ist, sollen weitere Untersuchungen durch die Ärzte um Dr. Jochen Hahne zeigen. Doch die Bilder lassen Böses erahnen. Sowohl für den 26-Jährigen als auch für DFB und BVB wäre ein weiterer langer Ausfall ein herber Dämpfer.
Schlotterbeck war gerade erst zurückgekehrt
Dabei sollte die Saison für Schlotterbeck doch gerade erst richtig losgehen. Der spielstarke Innenverteidiger hatte sich im WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni eine Innenbandverletzung am linken Sprunggelenk zugezogen und anschließend auch Dortmund zu Saisonbeginn gefehlt. Am 3. Spieltag gegen den SC Paderborn feierte er sein Saisondebüt - und das gleich von Beginn an.

Und auch den Sprung ins erste DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp schaffte Schlotterbeck sofort. Als einer der wenigen Spieler gehörte er zu beiden Kadern des neuen Bundestrainers. In Amsterdam spielte Schlotterbeck gegen die Niederlande (1:1) durch, bei Klopps Heimpremiere gegen Griechenland (0:1) wurde er dagegen geschont. Und nun wird er offenbar unfreiwillig und harsch ausgebremst. Mindestens für die kommenden Länderspiele gegen Serbien und Griechenland scheint ein Einsatz mehr als fraglich. Womöglich droht sogar ein erneuter längerer Ausfall.
