Die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach ist am absoluten Tiefpunkt. Das Sechs-Punkte-Derby gegen den 1. FC Köln ging mit 1:2 verloren, sodass die Fohlen als einziges Team in der Bundesliga noch immer auf ihren ersten Sieg warten.
Am Wochenende kommt es zum nächsten brisanten Duell, dann spielen die Gladbacher gegen die TSG Hoffenheim, die aktuell auf Platz 17 steht. Hier ist ein Sieg schon fast Pflicht – zum einen aus sportlicher, zum anderer aus historischer Sicht.
Neuer Negativ-Rekord?
Denn sollte die Borussia auch gegen die Kraichgauer verlieren, würde sie einen Bundesliga-Negativ-Rekord einstellen. Sechs Niederlagen in Folge zum Saisonauftakt "gelangen" bisher nur dem VfL Bochum (2022/23), Mainz 05 (2020/21) und Fortuna Düsseldorf (1991/92). Selbst Tasmania Berlin, die schlechteste Bundesliga-Mannschaft aller Zeiten, hatte nach sechs Spielen bereits einen Sieg auf dem Konto.
Theoretisch könnte sich Gladbach auch noch den alleinigen Rekord schnappen. Dafür müssten die Fohlen nach der Partie gegen Hoffenheim auch noch die Partie am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart verlieren.
Blessin versprüht Zuversicht
Doch davon will Trainer Alexander Blessin verständlicherweise nichts wissen. "Wir haben ein gutes Grundgerüst gefunden, an dem wir jetzt dranbleiben. Es geht darum, einzelne Inhalte gezielt zu vertiefen und möglichst schnell Fortschritte zu erzielen", erklärte der 53-Jährige.
Der Trainer will dabei dem Fakt, dass am Wochenende der Letzte gegen den Vorletzten spielt, nicht so viel Bedeutung beimessen: "Wir wissen alle, dass irgendwann die Punkte kommen müssen, deswegen ist es egal, gegen wen wir spielen."
Dennoch sollte Gladbach schleunigst mit dem Punktesammeln anfangen, ansonsten sieht es düster aus im Borussia Park – und den negativen Startrekord könnte Gladbach bald dann ganz für sich alleine haben...
