Vor wenigen Wochen hatte sich Hasan Kurucay offen und ehrlich zu seiner vertraglichen Ausgangslage geäußert. Sein Vertrag beim FC Schalke läuft zum Saisonende aus, zugleich wurden mit ihm noch keinerlei Gespräche geführt. Er sei durchaus "ein bisschen enttäuscht", gab Kurucay zu, immerhin haben auch Teamkollegen mit guten Leistungen neue, verbesserte Angebote bekommen.
Zuletzt hatte sich mit Maximilian Lüftl auch der Scouting-Direktor zum Innenverteidiger geäußert, der zusammen mit Frank Baumann federführend für die Kaderplanung verantwortlich ist.
"Hasan darf das [seine Unzufriedenheit] äußern, das ist sein gutes Recht. Er ist seit über einem Jahr ein sehr wichtiger Spieler für uns, als Persönlichkeit und auf dem Rasen", betonte Lüftl gegenüber der WAZ zunächst, dass der Verein keinerlei Probleme mit der offenen Aussage von Kurucay habe.
Zugleich stellte Lüftl klar: "Trotzdem werden wir uns Zeit geben und allgemein keine Entscheidungen nach drei, vier Spielen der neuen Saison treffen." Man habe "alle auslaufenden Verträge im Blick" und werde sich damit "zu gegebener Zeit" auseinandersetzen.
Ein wenig wird sich Kurucay also noch gedulden müssen. Allzu lange wird Schalke mit ersten Gesprächen aber wohl nicht warten dürfen, wenn eine potenzielle Vertragsverlängerung das Ziel sein soll. Immerhin dürfte der Abwehrspieler ab dem Jahreswechsel bereits Gespräche mit anderen Vereinen führen – und das Interesse wird sicherlich vorhanden sein.
So ähnlich hatte sich der 29-Jährige vor der Länderspielpause auch schon geäußert als er sagte: "Was passiert, sehen wir am Ende. Wenn mein Vertrag ausläuft, dann weiß ich: Ich werde nicht vereinslos sein."
