Es ist eine Entwicklung, die selbst die größten Optimisten am Valznerweiher kaum für möglich gehalten hätten. Mohamed Ali Zoma spielt sich beim 1. FC Nürnberg aktuell in einen wahren Rausch.
Mit sechs Toren in den ersten sieben Pflichtspielen führt der pfeilschnelle Angreifer nicht nur die Torschützenliste der 2. Bundesliga an, sondern ballerte den Club auch auf den zweiten Tabellenplatz.
Seine herausragenden Leistungen blieben auch in seiner Heimat nicht verborgen. Im September feierte Zoma sein vielbeachtetes Debüt für die italienische A-Nationalmannschaft. Er ist damit der erste Zweitligaspieler der Geschichte, der für Italien auflief.
Historischer Marktwert-Sprung
Dieser kometenhafte Aufstieg spiegelt sich nun auch in harten Zahlen wider. Beim jüngsten Marktwert-Update von Transfermarkt sprang Zomas Taxierung von ohnehin schon starken acht Millionen Euro auf astronomische 20 Millionen Euro.
Damit stellt der 22-Jährige einen historischen Bestwert ein. Gemeinsam mit Kennet Eichhorn ist er nun der wertvollste Spieler, der jemals in der 2. Bundesliga aufgelaufen ist.
Der Nürnberger Kaderwert kletterte im Zuge dieser Aufwertung um satte 21 Millionen Euro auf 63 Millionen Euro, womit der FCN hinter Bundesliga-Absteiger Wolfsburg das zweitwertvollste Team im Unterhaus stellt.
Die 30-Millionen-Euro-Zwickmühle

Für Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou wird diese Entwicklung zunehmend zur Zwickmühle. Im Sommer hatte der Club noch eine 20-Millionen-Euro-Offerte von West Ham United dankend abgelehnt und den Stürmer für "unverkäuflich" erklärt.
Doch wie lange ist diese Haltung noch realistisch? Laut Kicker ist es "keine utopische Vision" mehr, dass im Winter Angebote jenseits der 30-Millionen-Euro-Grenze in Nürnberg eintreffen.
Einen sofortigen Abgang des sportlichen Erfolgsgaranten kann sich der Aufstiegsaspirant sportlich kaum leisten. Doch auch für dieses Dilemma haben die Franken in der Vergangenheit bereits eine clevere Lösung gefunden.
Das bewährte Leih-Modell
Ein Transfer-Szenario à la Nathaniel Brown oder Stefanos Tzimas rückt in den Fokus. Zoma könnte im Januar bei einem Top-Klub unterschreiben und dem FCN eine absolute Rekordablöse bescheren.
Gleichzeitig würde er jedoch direkt für die Rückrunde wieder an Nürnberg verliehen werden, um die Mission Aufstieg im Frankenland erfolgreich zu Ende zu bringen. Ob dieser Plan aufgeht, wird der kommende Transfer-Winter zeigen. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Der Name Mohamed Ali Zoma wird uns in den nächsten Monaten noch sehr oft begegnen.
