Borussia Mönchengladbach hat am Donnerstagabend seinen ersten Auftritt unter dem neuen Trainer Alexander Blessin gehabt. Gegen die Sportfreunde Siegen fuhr die Fohlenelf einen standesgemäßen 3:0-Erfolg ein.
Blessin zog im Anschluss ein gemischtes Fazit (90min berichtete). Vor allem am Nachrücken der Abwehrkette oder dem Anlaufverhalten müsse Borussia noch arbeiten, so der neue Trainer.
Positiv überrascht zeigte sich der 53-Jährige hingegen von einem Sommer-Neuzugang der Fohlen: Zento Uno! Der Japaner war für 500.000 Euro aus seiner Heimat an den Niederrhein gewechselt, aus Verletzungsgründen jedoch nicht unter Eugen Polanski zum Einsatz gekommen. Die aktuelle Länderspielpause, verbunden mit dem Trainerwechsel, bietet für den Mittelfeldspieler eine große Chance.

Blessin gefällt Unos Blick nach vorne
"Mir hat sehr gefallen, dass er sehr umtriebig war und immer versucht hat, mit einem Kontakt Lösungen zu finden. Das habe ich ihm auch gleich gesagt", teilte Blessin der Bild mit. "Dabei ist es nicht unbedingt immer die beste Situation, einen Kontakt zu spielen. Der Grundsatz ist klar, der erste Blick nach vorne war gut. Er hat auch drei, vier gute Momente gehabt, wo er den einen Kontakt dann auch sinnvoll nutzt. Aber manchmal ist es dann besser, einen zweiten Kontakt zu haben, um dann so den nächsten Pass einfach besser vorzubereiten. Das war schon gut. Und das hat mich dann schon einen Tick überrascht."
Die Aussage lässt erahnen, dass Blessin sich bereits früh als Fan des Japaners zeigt und ihm künftig einige Einsatzchancen geben dürfte. Gerade nach der schweren Verletzung von Enzo Leopold ist das Rennen im Mittelfeldzentrum ohnehin ein Stück weit offen.
Neben Uno konnte sich gegen Siegen übrigens auch sein Landsmann Shuto Machino hervortun: Der Angreifer, in der neuen Saison erst mit 50 Bundesliga-Minuten, schnürte in der zweiten Halbzeit einen Doppelpack und meldete somit ebenfalls Ansprüche auf mehr Einsatzzeit an.
