Wohin geht es für den 1. FC Köln? Die Domstädter spielen eine wechselhafte Saison, seit drei Spielen sind die Kölner ohne Sieg und sind in der Bundesliga-Tabelle mittlerweile auf den 14. Platz abgerutscht. Auch Trainer René Wagner steht immer mehr zur Diskussion.
Gegen Bayer Leverkusen im Derby am Sonntag muss jetzt schon beinahe ein Sieg her, um für eine ruhige Länderspielpause zu sorgen. Doch für Lukas Podolski beginnt das Problem ganz woanders.
Harsche Kritik
Dem Weltmeister von 2014 fehlt "eine klare Spielidee" bei den Domstädtern. Das erklärte Podlski im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Ich schaue mir nicht alle Spiele an, aber in denen, die ich sehe, frage ich mich: Wofür steht die Mannschaft?" Der Kader, ergänzte er, "müsste mehr können, als er auf dem Platz zeigt".

"Bei manchen Mannschaften weißt du, wofür sie stehen. Beim FC wirkt es oft wie ein Durchwursteln - Hauptsache, das Ergebnis stimmt", erklärte Podolski weiter und verwies dabei auf Borussia Dortmund und den SC Freiburg, die unter Niko Kovac und Julian Schuster erfolgreichen Fußball spielen.
Giftpfeile in Richtung Leverkusen
Als er nach René Wagner gefragt wurde, wich die Kölner Legende allerdings aus. "Kein Trainerjob ist einfach", sagte er nur und dürfte damit die Diskussionen weiter anheizen.
Zum Schluss hatte er dann auch noch einige Sticheleien in Richtung Leverkusen übrig – inklusive eines widerwilligen Lobs. "Wenn du einen Konzern wie Bayer im Hintergrund hast, der dir vieles verzeiht und Löcher stopft, ist es einfacher als beim FC. Auf der anderen Seite macht Leverkusen mit seinen Möglichkeiten auch gute Arbeit", erklärte Podolski und ergänzte, dass es "schade" sei, dass ein "Dorf" wie Leverkusen dem Effzeh zeigt, was möglich wäre.
