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Plötzlich Reservist: Barça-Star spricht über schwere Situation

Jules Koundé war lange unumstritten. Seine aktuelle Reservisten-Rolle bewertet der Franzose selbstkritisch. Die Gerüchte-Küche brodel derweil.
VonSimon Zimmermann
Jules Koundé ist bei Barça im Moment nur noch Backup
Jules Koundé ist bei Barça im Moment nur noch Backup | Eurasia Sport Images/GettyImages

Im Sommer 2022 verpflichtete der FC Barcelona Jules Koundé vom FC Sevilla und ließ sich den Franzosen 50 Millionen Euro Ablöse kosten. Bei Barça etablierte sich der 1,81 Meter große Innenverteidiger im Laufe der Zeit vor allem auf der rechten Abwehrseite.

Dort galt eigentlich seit der Ankunft von Hansi Flick, dass Koundé gesetzt ist. Doch das änderte sich allmählich, seit der 27-Jährige im März von einer Muskelverletzung zurück kam. Plötzlich war Koundés Stammplatz gefährdet. Zwar setzte Flick in den großen Partien noch auf den 57-fachen französischen Nationalspieler – wie etwa im Champions-League-Viertelfinale gegen Atletico. Immer häufiger setzte er Koundé aber auch auf die Bank.

Eric Garcia läuft Koundé den Rang ab

Ein Bild, das sich zum Start der neuen Saison zementiert hat. In La Liga startete Koundé nur in einer von sieben Partien. Vor der Länderspielpause blieb er dreimal in Folge sogar komplett ohne Einsatz, nachdem ihn Flick zumindest in der Champions League beim 5:1 gegen Feyenoord noch von Beginn an aufstellte.

Als Stammspieler hinten rechts kann man mittlerweile aber eher Eric Garcia bezeichnen. Wie Koundé ist auch der 25-jährige Spanier ein Abwehr-Allrounder und gelernter Innenverteidiger. Stellt sich im Gegenzug die Frage, was mit dem eigentlich immer so stabilen Leistungsträger Koundé passiert ist?

Koundé selbstkritisch

Der Franzose selbst hat sich nun dazu zu Wort gemeldet. Und dabei Verständnis für Flick gezeigt. "Das ist die Entscheidung des Trainers. Körperlich fühle ich mich sehr gut, ich bin verletzungsfrei", sagte Koundé zunächst.

Den Grund für seine Reservistenrolle sieht er in seinen schwachen Leistungen der vergangenen Saison: "Wenn ich weniger Spielzeit bekomme, liegt das an der letzten Saison, in der ich weit unter meinem Niveau geblieben bin", so Koundé selbstkritisch.

Aufgeben wolle er deshalb aber längst nicht: "Das ist eine Konsequenz und eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Ich muss hart arbeiten, so wie ich es normalerweise tue. Es liegt an mir, wieder zu meiner Bestform zurückzufinden. Ich weiß, dass ich Spielzeit bekomme, wenn ich in Bestform bin."

Gerüchteküche brodelt

Ob der Schritt zurück zur Bestform gelingt, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob er dann Konkurrent Garcia wieder verdrängen kann. Aufgrund von Koundés mangelnder Spielzeit waren zuletzt Gerüchte um einen Wechsel hochgekocht.

Wieder einmal, kann man sagen. Denn schon als Koundé noch unumstrittener Stammspieler war, rankten sich zahlreiche Gerüchte um das Interesse der Premier-League-Topklubs. Diese sind in den letzten Wochen nicht weniger geworden. Selbst der FC Bayern wurde schon als möglicher Abnehmer gehandelt.

Mit einem Vertrag bis 2030 und einem geschätzten Marktwert in Höhe von 55 Millionen Euro könnte Barça mit einem Verkauf sicher gut Kasse machen. Da mit Joao Cancelo noch eine weitere Rechtsverteidiger-Option zur Verfügung steht, scheint es zumindest denkbar, dass die Katalanen einem guten Angebot nicht widerstehen können.

Eine Rolle bei der Koundé-Zukunft könnte auch seine Position spielen. Es ist kein Geheimnis, dass der 27-Jährige lieber in der Innenverteidigung spielen würde. Bei Barça darf er im Zentrum aber nur höchst selten ran.


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