Für den 1. FC Nürnberg hätte es wohl keine XL-Länderspielpause gebraucht. Die Franken reiten zum Start der neuen Saison die Erfolgswelle. Mit 16 Punkten nach sechs Zweitliga-Spieltagen liegt der FCN auf Rang zwei der Tabelle. Und darf nicht nur wegen der bisherigen Ausbeute von der Bundesliga-Rückkehr träumen.
Vielmehr präsentiert sich das Team von Trainer Miro Klose konstant, geschlossen und wirkt so stabil, dass man den Club weit oben auf dem Aufstiegszettel haben muss.
Ein Prunkstück der Franken im 4-3-3- bzw. 4-2-3-1-System ist das zentrale Mittelfeld. Neben Adam Markhiev und Bayern-Leihgabe Javier Fernandez zieht dort auch Finn Becker die Fäden. Der 26-Jährige spielt seine zweite Saison für den FCN, nachdem er im Sommer 2025 für schlappe 250.000 Euro Ablöse von der TSG Hoffenheim an den Valznerweiher gewechselt war.
Schon in der Vorsaison war Becker Stammkraft unter Klose und kam in 30 Zweitliga-Einsätzen auf drei Tore und vier Assists. In die neue Runde ist Becker noch besser gestartet. Zwar hat er noch nicht selbst getroffen, dafür aber schon drei Tore für die Kollegen aufgelegt.
Ausfallzeit noch offen: Becker unterzieht sich Eingriff am Innenmeniskus
Nach der rund dreiwöchigen Länderspielpause droht der FCN aber zunächst auf Becker verzichten zu müssen. Wie der Club bekannt gab, wird sich der 26-Jährige "einem lange geplanten Eingriff am Innenmeniskus unterziehen".
Becker will mit der OP auch künftige Beschwerden verhindern. Dank der längeren spielfreien Phase hoffen Spieler und Club, dass Becker nicht viele Spiele verpassen wird. Wie lange Becker pausieren muss, könne aber "noch nicht genau beziffert werden".
Im Bestfall ist der Mittelfeldspieler aber sogar wieder einsatzfähig, wenn es für den FCN am 10. Oktober mit dem siebten Spieltag weitergeht. Dann empfängt man mit dem VfL Wolfsburg den großen Aufstiegsfavoriten. Zumindest war das vor der Saison der Fall. Aktuell liegen die Franken fünf Zähler vor den Wölfen (4.).
