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Offensiv-Flaute beim BVB? Es braucht mehr Silvassy!

Serhou Guirassy oder Fabio Silva? Warum im Dortmunder Angriff die Antwort Silvassy heißen sollte!
VonSimon Zimmermann
Niko, lass die beiden gemeinsam ran!
Niko, lass die beiden gemeinsam ran! | Alexandre Simoes/GettyImages

Nach dem verlorenen Supercup gegen den FC Bayern ist Borussia Dortmund perfekt in die neue Saison gestartet. Sechs Siege feierte der BVB in den sechs Partien zum Auftakt (viermal Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League).

Nach der Länderspielpause wurde diese Bilanz aber erheblich getrübt. In der Bundesliga kam Schwarzgelb gegen Werder Bremen und Union Berlin nicht über ein Remis hinaus, in der Königsklasse setzte es eine bittere 0:1-Pleite bei Bodø/Glimt.

Vor dem dritten CL-Spieltag steht die Mannschaft von Niko Kovac deshalb schon leicht unter Druck. Punkte, am besten in dreifacher Ausführung, müssen am Dienstagabend in Aserbaidschan gegen Underdog Sabah FK her (18:45 Uhr).

Keine Krise – aber Offensiv-Flaute

Im Vorfeld der Partie wollte der BVB-Coach allerdings nichts von einer Krise hören. Davon sei man noch "weit weg", so Kovac. Fakt ist allerdings auch, dass die Probleme im Offensivspiel in den jüngsten Partien wieder offensichtlicher wurden. In Bodø und Berlin blieb die Borussia ohne eigenen Treffer.

20 Tore in zehn Pflichtspielen hat der BVB in dieser Saison bislang erzielt. Macht also einen Schnitt von zwei Toren pro Partie. Rechnet man den Supercup und die erste Pokalrunde gegen Fünftligist HEBC Hamburg (5:0) heraus, sind es nur noch 14 Treffer in acht Partien, womit der Schnitt auf 1,75 Tore pro Spiel fällt.

Kein herausragender Wert für ein Topteam, wie es der BVB ist. An zwölf der 20 Saisontreffer waren dabei die beiden Mittelstürmer im Kader beteiligt: Sowohl Serhou Guirassy als auch Fabio Silva haben je vier Tore und zwei Assists auf dem Konto.


Die Scorer-Bilanz von Guirassy & Silva 26/27

Guirassy

Silva

Tore

4

4

Vorlagen

2

2

Minuten pro Scorer

117,3

59,3


Guirassy und Silva: Ein mögliches Traumduo, auf das Kovac kaum setzt

Bemerkenswert: Guirassy hat seine beiden Vorlagen jeweils seinem Stürmer-Kollegen aufgelegt, Silva assistierte immerhin einmal Guirassy. Fünf ihrer zwölf Scorer erzielte das Dortmunder Stürmer-Duo als sie gemeinsam auf dem Platz standen.

Das taten sie bisher in der Saison aber noch recht selten. Lediglich beim 3:0 im Heimspiel gegen den SC Paderborn standen Guirassy und Silva gemeinsam in der Startelf. Im 3-4-2-1-System von Kovac ist nur Platz für einen Mittelstürmer – selbst wenn der Portugiese auch gut mit der Rolle hinter der Sturmspitze zurechtkommt.

Anfang bis Mitte September durfte man in Dortmund schon von einem neuen Super-Duo träumen. In Hoffenheim drehte der BVB die Partie nach der Einwechslung von Silva. In der Champions League schlug man Villarreal zum Auftakt, wobei die Tore zum Heimsieg nach Silvas Einwechslung fielen. Die 2:1-Führung beim 3:2 legte der Portugiese seinem Sturmpartner auf. Es folgte dann besagtes Spiel gegen den SCP, wo Guirassy die 1:0-Führung von Silva vorbereitete.

Kovac-Umgang mit Sturmduo wirft Fragen auf

Eine Woche später beim 1:0 in Stuttgart saß Silva dann wieder nur auf der Bank und wurde in der 74. Minute für Guirassy eingewechselt. Erst beim 2:2 gegen Werder standen beide die letzten knapp 30 Minuten wieder gemeinsam auf dem Feld, ebenso wie beim 0:0 in Berlin.

Angesichts des erneuten Ausfalls von Konstantinos Karetsas und des längerfristigen Ausfalls von Giannis Konstantelias darf man Kovac durchaus die Frage stellen, warum er es nicht häufiger von Beginn an mit Guirassy und Silva versucht. Beide scheinen sehr gut miteinander zu harmonieren. Beim Portugiesen hat man zudem das Gefühl, dass er sich auf den Zehner-Positionen hinter dem Mittelstürmer etwas besser aufgehoben fühlt.

Vor dem Sabah-Duell lobte Kovac den 24-Jährigen ausdrücklich für seinen Joker-Einsatz gegen die Eisernen. Bei der Frage, wer Karetsas in Aserbaidschan ersetzen könnte, nannte der BVB-Coach auch Silva. Man ist geneigt Kovac zuzurufen, dass es im Umgang mit seinen beiden Stürmern etwas mehr Mut braucht.

Schließlich liegt auf der Suche nach größerer Offensiv-Power eine Antwort doch ziemlich nahe: Guirassy und Silva als Duo von Beginn an bringt dem BVB mehr Durchschlagskraft!


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