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"Noch nie gesehen!": Das Klopp-Fazit nach seinem Start als Bundestrainer

Die erste Länderspielphase unter Jürgen Klopp ist Geschichte. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht perfekt waren, zieht der 59-Jährige ein überaus euphorisches Fazit.
VonMoritz Jonas
Ist von der schnellen Entwicklung seiner neuen Mannschaft extrem angetan: Bundestrainer Jürgen Klopp
Ist von der schnellen Entwicklung seiner neuen Mannschaft extrem angetan: Bundestrainer Jürgen Klopp | Alexander Hassenstein/GettyImages

Ein XXL-Casting mit insgesamt 44 nominierten Spielern, verteilt auf zwei komplett unterschiedliche Kader: Jürgen Klopp hat bei seinem Amtsantritt als Bundestrainer direkt für reichlich Aufsehen gesorgt. Die rein sportliche Bilanz nach den vier Nations-League-Spielen liest sich mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage zwar noch recht durchwachsen, doch davon lässt sich der 59-Jährige keineswegs beirren.

Ganz im Gegenteil: Nach dem jüngsten 0:0-Unentschieden in Griechenland sang Klopp am RTL-Mikrofon ein wahres Loblied auf seine neue Mannschaft. "Ich bin sehr, sehr angetan von der Art und Weise, wie wir das gemacht haben", erklärte Klopp.

Besonders die erste Halbzeit gegen die defensivstarken Griechen hat den Trainer-Routinier, der in seiner langen Karriere schon so ziemlich alles gesehen hat, tief beeindruckt. "Wenn man mir gesagt hätte, dass man nach einer Woche so eine erste Halbzeit spielen kann, hätte ich das nicht geglaubt, weil ich so was noch nie gesehen habe", schwärmte Klopp.

Das Talent läuft aus den Ohren

"Wir wollten etwas verändern, wir wollten etwas anschieben. Und das habe ich auf jeden Fall gesehen."
Klopp schwärmt vom DFB-Team

Für den neuen DFB-Coach stand in dieser außergewöhnlich langen Abstellungsperiode ohnehin nicht das blanke Ergebnis, sondern das Sammeln von Erkenntnissen im absoluten Vordergrund.

Sein klares Ziel: "Wir wollten etwas verändern, wir wollten etwas anschieben. Und das habe ich auf jeden Fall gesehen." Das Gegenpressing habe zu 90 Prozent überragend funktioniert, zudem lobte er die defensiven Grundlagen des neu formierten Teams. "Wenn wir kollektiv so verteidigen, können die Jungs auf einmal kicken. Hart Arbeit, viele Informationen, das Talent läuft den Jungs aus den Ohren raus", bilanzierte er gut gelaunt.

Radikaler Schnitt für den November

"Die Tür ist für jeden offen. Sperrangelweit!"
Klopp über den kleineren November-Kader

Trotz aller Euphorie über das gigantische Spieler-Potenzial in Deutschland wird das nächste Aufgebot für die anstehenden Nations-League-Duelle gegen Serbien (13.11.) und die Niederlande (16.11.) deutlich schlanker ausfallen. Das Experiment mit dem geteilten XXL-Kader ist offiziell beendet.

"Wir werden diese zwei Wochen in aller Ruhe analysieren und dann in fünf Wochen einen eingedampften Kader haben", kündigte Klopp deutlich an. "Natürlich werden wir da nicht mehr mit 44 Spielern hinfahren."

Gleichzeitig schickte er jedoch eine klare und motivierende Botschaft an alle Akteure, die im Oktober nicht nominiert wurden – und auch an die derzeit sehr erfolgreiche deutsche U21-Auswahl: "Die Tür ist für jeden offen. Sperrangelweit!" Es gehe einzig und allein darum, die vorgegebene Art des Fußballs spielen zu wollen. Wer dazu bereit ist, darf sich beim neuen DFB-Team berechtigte Hoffnungen machen.


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