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Nicht Top-Star Zoma: Er ist Nürnbergs "Herz"

Der FCN ist nach sieben Spieltagen noch ungeschlagen und darf von der Bundesliga-Rückkehr träumen. Das Herzstück der Franken ist aber nicht Topscorer Mohamed Ali Zoma.
VonSimon Zimmermann
Adam Markhiev ist das Herzstück des Clubs
Adam Markhiev ist das Herzstück des Clubs | Alexander Hassenstein/GettyImages

Der 1. FC Nürnberg hat unter Trainer Miro Klose in dieser Saison eine erstaunliche Entwicklung genommen. Nach Mittelfeldplatz acht 25/26 darf man am Valznerweiher 26/27 vom Aufstieg träumen. Mit fünf Siegen und zwei Remis liegt der FCN nach sieben Spieltagen auf Rang zwei und hat zum Saisonstart durchweg überzeugen können.

Ein Haupgrund dafür ist die überragende Offensive – mit schon 20 Saisontreffern die beste im deutschen Unterhaus. Der frischgebackene italienische A-Nationalspieler Mohamed Ali Zoma führt den Angriff der Franken mit sieben Toren als Topscorer an. Dahinter folgt Mittelstürmer Piet Scobel mit fünf Treffern und einem Assist.

Auf Platz drei im internen Scorer-Ranking folgt schon Adam Markhiev. Der in Russland geborene Finne ist im zentralen Mittelfeld zuhause. Tore schießen und vorbereiten gehört damit nicht unbedingt zu seinen Hauptaufgaben. Dennoch beweisen die Werte der neuen Saison, dass sich der 24-Jährige auch hier nochmals enorm gesteigert hat.

Klose: "Er ist unser Herz"

Schon in der letzten Runde gehörte Markhiev zu den besten Mittelfeldspielern der 2. Liga. 26/27 kann man mit Fug und Recht behaupten, er ist der Beste. In Sachen Notenschnitt liegt Markhiev unter allen Spielern der Liga auf Rang zwei (2,21) und wird nur von FCN-Kollege Zoma (2,14) übertroffen. 616 Ballkontakte sind in dieser Saison zudem Bestwert beim Club und ligaweit Platz drei.

Wirklich überraschen dürfte der Klose-Adel für seinen Mittelfeld-Chef daher nicht. "Er ist unser Herz", betonte der Weltmeister von 2014 gegenüber der Bild.

Kein Gelbfieber mehr und plötzlich Scoring-Maschine

Das schlägt sich derweil auch auf den Marktwert aus. Mit geschätzten sechs Millionen Euro gehört Markhiev zu einer Gruppe an Zweitliga-Kickern mit dem sechsthöchsten Marktwert. Verdient hat sich der finnische Nationalspieler das mit weiteren wichtigen Steigerungen in Teilbereichen seines Spiels.

Vergangene Saison kassierte er in 26 Spielen satte zwölf Gelbe Karten und musste folglich zweimal gesperrt aussetzen. In dieser Spielzeit ist es bislang nur eine Verwarnung in sieben Partien. 25/26 erzielte er derweil lediglich ein Tor und einen Assist. Jetzt steht er schon bei drei Toren und zwei Vorlagen.

Markhievs Weg ist vorgezeichnet – Zieht der FCN mit?

Markhiev ist also tatsächlich das Nürnberger "Herz" und der Mann für alles: Abräumer, Ballmagnet und Scorer. Es ist nicht gewagt zu behaupten, dass er spätestens am Saisonende der 2. Liga entwachsen sein wird. Am Valznerweiher wird man hoffen, dass der FCN gemeinsam mit seinem Mittelfeld-Star die nächste Stufe (sprich: Bundesliga) erklimmt.

Gut für den FCN: Markhiev steht noch bis 2030 unter Vertrag. Im Sommer '25 kam er für 2,5 Millionen Euro Ablöse von Aris Limassol. Im Nachhinein war das ein weiteres großes Schnäppchen, das Sportvorstand Joti Chatzialexiou gelandet hat. Im "schlimmsten" Fall winkt dem Club also ein sattes Transferplus. Im besten Fall schlägt das FCN-Herz kommende Saison weiter – in der Bundesliga.


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