Juventus Turin kommt in dieser Saison einfach nicht in Tritt. Am Mittwochabend gab es für die Bianconeri eine enttäuschende 0:2-Niederlage gegen den FC Genua – bereits die dritte am neunten Spieltag!
Weil Juventus nur auf Rang acht liegt und die angepeilten Champions-League-Plätze immer weiter außer Reichweite geraten (momentan schon sechs Punkte entfernt), gerät Luciano Spalletti stärker unter Druck. La Stampa berichtet, dass die Position des Juve-Trainers ernsthaft gefährdet ist.
Deschamps oder Conte als Spalletti-Erbe?
An möglichen Nachfolgern mangelt es nicht – und die sind besonders klangvoll. So werden Antonio Conte und Didier Deschamps als konkrete Namen gehandelt. Zwei Akteure mit Juve-Vergangenheit.
Conte war von 1991 bis 2004 selbst für die Bianconeri am Ball und von 2011 bis 2014 als Trainer des Vereins tätig. In allen drei Jahren holte er mit Juventus die Meisterschaft. Seit seinem Aus bei der SSC Neapel in diesem Sommer ist er arbeitslos.
Auch Deschamps ist seit diesem Sommer ohne Job, nachdem er nach der WM als Nationaltrainer der französischen Nationalmannschaft zurückgetreten war. Der Franzose war als Spieler ebenfalls für den italienischen Rekordchampion aktiv, von 1994 bis 1999. Laut La Stampa hat Deschamps über Vermittler bereits seine Bereitschaft, den Trainerjob in Turin zu übernehmen, signalisieren lassen.
Bis zur Länderspielpause bekommt Juventus es noch mit der SSC Neapel, AZ Alkmaar und AC Florenz zu tun. Do-or-die-Spiele für Spalletti, der die prominenten Nachfolger im Nacken spüren dürfte.
Woltemade könnte vom Spalletti-Aus profitieren
Ein Trainerwechsel könnte insbesondere auch für Nick Woltemade zur Kehrtwende führen. Unter Spalletti nahm der deutsche Nationalstürmer bislang keine prominente Rolle ein: In der Serie A durfte Woltemade nur ein Spiel beginnen, fungierte ansonsten als Joker und ist dort noch ohne Tor. In der Europa League, wo er erst sieben Minuten verpasste, traf er in drei Spielen hingegen dreimal.
