Jahrelang galt Fabio Balde als großes, womöglich sogar als das größte Talent beim Hamburger SV. Mit dem Durchbruch bei der ersten Mannschaft wollte es für den Flügelspieler aber nicht so recht klappen – woran sicherlich auch Verletzungen ihren Teil zu beigetragen haben.
Daher kam das Angebot von Racing Straßburg in diesem Sommer zum richtigen Zeitpunkt – für beide Seiten. Balde erhielt die Chance, bei einem neuen Verein neu durchzustarten, um dort den erhofften Durchbruch zu schaffen. Der HSV wiederum wurde mit einer Ablöse von sieben Millionen Euro entschädigt; die mit Abstand höchste Summe, die ein Spieler den Rothosen im Sommer einbrachte.
"Fabio ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sein gewohntes Umfeld zu verlassen, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen. Als Toptalent aus unserem eigenen Nachwuchsleistungszentrum, das den Sprung in den Profifußball geschafft hat, wollten wir ihm – unter gewissen Voraussetzungen – diese Chance nicht verwehren", ließ Sportdirektor Claus Costa zum Abschied des gebürtigen Hamburgers verlauten.
Balde in Straßburg noch kein Faktor
Das Problem: Der Start bei seinem neuen Klub verlief für Balde nicht wie erwünscht. Wurde er an den ersten beiden Spieltagen jeweils erst in der Schlussphase eingewechselt, so stand Balde zuletzt dreimal in Folge erst gar nicht im Kader. Dem Youngster machten mal wieder körperliche Probleme zu schaffen, die seine Entwicklung schon beim HSV kontinuierlich ausgebremst haben.

Es wäre Balde natürlich zu wünschen, dass er endlich mal für eine längere Zeit am Stück gesund bleibt, damit er seine Qualitäten konstant abrufen kann. Was er zu leisten im Stande ist, konnte er in Hamburg mehrmals andeuten; wie zum Beispiel bei seiner hervorragenden Vorlage zum 2:1-Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart, als er in der Nachspielzeit über das gesamte Feld dribbelte und für Fabio Vieira auflegte.
Leider blieben solche Aktionen eher die Ausnahme als die Regel. In Straßburg konnte Balde sie noch gar nicht zeigen.
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