Die letzten Auswärtsauftritte von RB Leipzig waren grausam. Bislang verloren die Bullen in dieser Saison im gegnerischen Stadion gegen Como (1:4), Werder Bremen (1:3), Bayer Leverkusen (0:2) und zuletzt in einer Lehrstunde gegen den FC Bayern München (1:6).
Und jetzt muss Leipzig in der Champions League ausgerechnet zu Real Madrid ins geschichtsträchtige Estadio Santiago Bernabéu reisen. Die Vorzeichen für einen ersten Auswärtserfolg könnten kaum schlechter stehen.
Das erwartet sich Kroos von RB Leipzig
Weltmeister Toni Kroos hat in seinem Podcast 'Einfach mal Luppen' nach dem Bayern-Spiel mit RB abgerechnet. "Zur Halbzeit kann es 10:0 stehen, das ist brutal. Natürlich ist es super gespielt, aber es ist auch super zugeschaut von Leipzig", sprach die Real-Legende Klartext und stellte die Ambitionen der Sachsen infrage.
"Das kann passieren. Aber wenn man sich Leipzig in den letzten Jahren anschaut, muss man sagen: Wo wollen wir dann vielleicht auch hin? Oder wir haben auch den Anspruch in der Bundesliga Top-3 zu sein. Dann darf das auch gegen Bayern nicht passieren."
Damit RB in Madrid nicht erneut unter die Räder kommt, muss eine ganz andere Vorstellung als noch am Wochenende in der Allianz Arena her. Vor allem an der Körperlichkeit und dem Zugriff zum Gegner müsse Leipzig dringend etwas ändern, so Kroos: "Sie fahren jetzt nach Madrid. Da wird es dann genau so aussehen – wenn du nicht anfängst, dich in solchen Spielen zu wehren oder nicht anfängst, ein bisschen dagegenzuhalten."
Kroos ergänzte, dass es bei RB Leipzig so ausgesehen habe, als seien sie ohne echten Glauben an ihre Siegchancen in die bayerische Landeshauptstadt gereist.
Gegen Real: Taktik-Änderung bei RB?
In München haben die Leipziger sehr mutig Mann gegen Mann verteidigt und hoch gepresst, wurden dafür aber vom FCB eiskalt mit Bällen hinter die letzte Kette bestraft. Gegen die pfeilschnellen Real-Angreifer könnte RB ein ähnliches Schicksal drohen, wenn sie es nicht etwas konservativer angehen.
Womöglich hat Coach Martin Demichelis aus seinem Fehler gelernt und stellt sein Team etwas defensiver ein. Das heißt ja nicht zwangsläufig, dass man dabei die RB-Identität verlieren muss.
