Werder Bremen erlebte einen ordentlichen Saisonstart in der Bundesliga, doch nicht alle Spieler konnten wie gewünscht mitziehen. Das traf beispielsweise auf Dawid Kownacki zu, was in der vergangenen Woche zur Auflösung seines Vertrags führte (90min berichtete). Ein ähnliches Szenario stand nun auch bei Skelly Alvero im Raum.
Der 2,02 Meter große Sechser kam nach einer Leihe für 4,75 Millionen Euro Ablöse fest von Olympique Lyon, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen in dieser Zeit aber nie erfüllen. Auch eine Leihe zum Amiens SC in der Rückrunde der vergangenen Saison konnte seine Karriere nicht in Schwung bringen. Und seit seiner Rückkehr im Sommer wurde der 24-Jährige bislang erst zweimal in der zweiten Mannschaft der Norddeutschen eingesetzt.
Anders als bei Kownacki wird es bei Alvero aber trotzdem nicht zu einer Vertragsauflösung kommen. Die Werder-Bosse scheinen den Franzosen noch nicht gänzlich aufgegeben zu haben. "Eine Vertragsauflösung ist kein Thema", bestätigte Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube.
"Skelly hat bei uns weiterhin die Gelegenheit, sich zu beweisen. Er muss jetzt Gas geben und sich anbieten. Dann lassen wir uns gerne positiv überraschen", so Fritz weiter.
Wird Alvero im Winter verkauft?
Dass Alvero nicht vor die Tür gesetzt wird, hängt wohl auch mit der Restlaufzeit seines Vertrags zusammen. Anders als bei Kownacki, dessen Arbeitspapier nur noch bis zum Ende der Saison gültig gewesen wäre, hat der defensive Mittelfeldspieler noch bis 2028 Vertrag. Damit hätte Werder wohl eine hohe Abfindung zahlen müssen.
Stattdessen hoffen die Verantwortlichen weiterhin, vielleicht schon im Winter einen zahlenden Abnehmer für Alvero zu finden. Es ist möglich, dass er in seiner französischen Heimat noch einen Markt hat – auch wenn seine Zeit in Bremen sicher kein gutes Bewerbungsschreiben ist.
Es ist sicherlich unwahrscheinlicher, dass Alvero in Bremen noch der Durchbruch gelingt. Das liegt unter anderem daran, dass die Konkurrenz im Mittelfeld weiterhin groß ist. Zwar fallen Jens Stage und Senne Lynen noch auf unbestimmte Zeit aus, doch Trainer Daniel Thioune setzt derzeit lieber auf Youri Regeer und Dariusz Stalmach. Zumal Alvero am Montag das Training vorzeitig abbrechen musste.
