Paris Brunner brauchte gegen den SC Freiburg nur wenige Augenblicke, um sein außergewöhnliches Talent zu zeigen. Beim 3:0-Erfolg der AS Monaco in der UEFA Conference League erzielte der 20-Jährige einen sehenswerten Führungstreffer und lieferte damit neuen Gesprächsstoff für die Debatte um die deutsche Nationalmannschaft.
Mit dem Rücken zum Tor nahm Brunner den Ball an, hob ihn über sich und seinen Gegenspieler Max Rosenfelder hinweg und zog anschließend Richtung Tor. Auch beim Abschluss behielt der Angreifer die Ruhe – eine Szene, die zu seinem bisherigen Saisonverlauf passt.
Brunner lässt seine Torquote sprechen
Acht Treffer und eine Vorlage stehen für den früheren Dortmunder nach neun Pflichtspieleinsätzen zu Buche. Damit liefert der U21-Nationalspieler derzeit reichlich Argumente, um auch bei der nächsten Kadernominierung für die A-Nationalmannschaft eine Rolle zu spielen.
"Die Aktion kommt von ihm, ich mache hier einfach weiter."Paris Brunner über eine Klopp-Einladung
Brunner selbst begegnet den Spekulationen um einen möglichen Einsatz in den Nations-League-Partien im November allerdings gelassen. "Ich versuche, das zu tun, was ich am besten kann – und zwar Tore schießen", erklärte er nach dem Freiburg-Spiel bei RTL.
Einen direkten Austausch mit Jürgen Klopp habe es bislang nicht gegeben. Brunner sieht deshalb offenbar auch keinen Anlass, sich öffentlich mit Forderungen nach einer Einladung zu positionieren: "Die Aktion kommt von ihm, ich mache hier einfach weiter."
Neue Argumente für die deutsche Offensive
Die Diskussion über zusätzliche Optionen im Angriff kommt für die Nationalmannschaft zu einem passenden Zeitpunkt. Nachdem der deutschen Mannschaft in den vergangenen vier Nations-League-Spielen lediglich drei Tore gelangen.

Brunners aktuelle Treffsicherheit macht ihn vor diesem Hintergrund zu einem interessanten Kandidaten. Eine Berufung wäre für den Angreifer der nächste Entwicklungsschritt, nachdem er sich zunächst im Nachwuchs von Borussia Dortmund und später auf seinem Weg über Brügge nach Monaco behaupten musste.
Dass sein Name bereits früher mit der A-Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wurde, zeigt ein Blick zurück: Nach Brunners erfolgreicher U17-WM 2023 hatte Sky-Reporter Florian Plettenberg öffentlich eine EM-Nominierung ins Gespräch gebracht. Damals fehlte dem Stürmer allerdings noch die regelmäßige Bewährung im Profifußball.
