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Nach spätem Rückschlag: Polzin hadert mit entscheidender Szene

Der HSV erlebt in Paderborn einen bitteren Nachmittag – anschließend findet Trainer Merlin Polzin deutliche Worte für eine Szene kurz vor Schluss.
VonMoritz Jonas
Merlin Polzin ärgerte sich nach der Niederlage in Paderborn über die Entstehung des entscheidenden Gegentores
Merlin Polzin ärgerte sich nach der Niederlage in Paderborn über die Entstehung des entscheidenden Gegentores | Oliver Hardt/GettyImages

Drei Bundesliga-Siege in Folge hatten dem Hamburger SV zuletzt Rückenwind gegeben. Beim Gastspiel gegen den SC Paderborn folgte nun ein Rückschlag, der bei Spielern und Trainer gleich aus mehreren Gründen für Frust sorgte.

Besonders die Entstehung des entscheidenden Treffers beschäftigte die Hamburger nach dem Abpfiff. Merlin Polzin suchte sogar noch das Gespräch mit Schiedsrichter Martin Petersen in dessen Kabine.

Polzin vermisst eine konsequente Linie

Ausgerechnet HSV-Leihgabe Rayan Philippe hatte dem Aufsteiger mit seinem Jokertor in der 88. Minute den 1:0-Sieg beschert. Zuvor war Hamburgs Abwehrspieler Warmed Omari im Luftduell mit Felix Götze zu Boden gegangen – aus Sicht der Gäste hätte die Partie unterbrochen werden müssen.

"Der Spieler geht nur in den Mann rein, nachdem Warmed den Ball geköpft hat. Es muss gepfiffen werden", sagte Polzin. Für den HSV-Trainer war die Situation ein klares Foulspiel.

Dabei störte ihn vor allem, dass Petersen seiner Ansicht nach von der zuvor gewählten Linie abgewichen war. Diese sei grundsätzlich "völlig okay" gewesen, müsse dann aber auch über die gesamte Spielzeit gelten.

Kapitän Yussuf Poulsen und Miro Muheim teilten diese Einschätzung. Polzin, der bereits unmittelbar nach dem Gegentor wegen seiner Proteste Gelb gesehen hatte, fiel es angesichts der Bedeutung der Punkte schwer, die Entscheidung zu akzeptieren.

HSV nimmt auch die eigene Leistung in die Pflicht

Die Diskussion über den Zweikampf verdeckte allerdings nicht die sportlichen Probleme der Hamburger. "Das war kein gutes Spiel von uns", räumte Polzin ein.

Auch Poulsen benannte die Mängel deutlich: "Heute saßen die Pässe nicht, saßen die Kontakte nicht, stimmten die Laufwege nicht." Muheim bemängelte zudem, dass seine Mannschaft über die gesamte Partie zu passiv und nach der Pause zu unsauber gespielt habe.

Ausgerechnet HSV-Leihgabe Rayan Philippe entschied die Partie mit seinem Treffer in der 88. Minute
Ausgerechnet HSV-Leihgabe Rayan Philippe entschied die Partie mit seinem Treffer in der 88. Minute | Christof Koepsel/GettyImages

Paderborn kam dagegen nach dem Seitenwechsel mehrfach gefährlich zum Abschluss. Daniel Heuer Fernandes verhinderte gegen Santiago Castañeda einen früheren Rückstand, außerdem traf Laurin Curda den Außenpfosten.

Polzin hätte deshalb zumindest den einen Punkt sichern wollen. Stattdessen beendete Philippes später Treffer die Hamburger Siegesserie.


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