Es ist bekannt, dass sich Spieler bei einem Auswärtsauftritt im Stadion von Galatasaray Istanbul auf ein sehr lautstarkes Pfeifkonzert über 90 Minuten einstellen müssen. Schon in den vergangenen Wochen kamen diesbezüglich Vorwürfe auf, dass die Türken im Rams-Park mit Lautsprechern nachhelfen würden.
Nach der 0:2-Niederlage des VfB Stuttgart in der Champions League bei Gala brachte auch Torwart Fabian Bredlow seine Zweifel an.
"Am Anfang war es sehr laut. Zwischendurch konnte man das etwas ausblenden. Aber die Pfiffe waren schon in einer ungewohnten Lautstärke. Da weiß ich auch nicht, ob die alle so von Menschen erzeugt wurden", meinte der 31-Jährige und begründete seine Skepsis: "Vor allem wenn gesungen wurde, dann auf einmal Pfiffe kamen, da dachte man: Da stimmt doch was nicht."
Gala-Lautsprecher? Ein Thema, das Undav "nicht juckt"

Auch Deniz Undav wurde nach der Partie auf die Vorwürfe der Fake-Pfiffe angesprochen. Doch die Thematik stand nicht im Interesse des VfB-Kapitäns. "Das juckt mich gar nicht. Ich bin stolz, dass wir dagegengehalten haben", sagte der Angreifer dazu.
Obwohl der VfB in Istanbul in den ersten Minuten eigentlich gut ins Spiel kam und sogar die Oberhand hatte, lagen sie schnell mit 0:2 hinten. Eine großartige Verunsicherung unter den Spielern war nicht zu erkennen, aber ganz spurlos schienen die ohrenbetäubenden Pfiffe an den VfB-Profis auch nicht vorbeizugehen. Vor allem Bredlow zeigte im Tor der Schwaben ungewohnte Schwächen, die sich im Spielaufbau, aber auch auf der Linie zeigten.
Gelöschte VfB-Posts sorgten für Diskussion

Während es auf dem Rasen sehr hitzig war und zwischenzeitlich zu einer Rudelbildung kam, fing der VfB schon vorab des Anpfiffs mit den Sticheleien in Richtung Gala an. Auf X posteten die Schwaben ein Foto mit der Lautsprecheranlage aus dem Rams-Park und versahen eine Bildunterschrift mit drei grübelnden Emojis.
Eigentlich wollte sich der VfB mit dem Post nur einen kleinen Spaß erlauben, doch der Shitstorm der sehr wütenden Gala-Fans war so groß, dass der Beitrag letztendlich wieder aus dem Netz genommen wurde.
