Der BVB tat sich am Freitagabend gegen einen gut organisierten SV Werder lange Zeit schwer. Erst in der 63. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz, allerdings pfiff Schiedsrichter Bastian Dankert die Situation nach einer Dortmunder Ecke schon ab, ehe BVB-Star Ethan Nwaneri per Fallrückzieher ins Tor traf.
Der Grund: Dankert sah vor Nwaneris Schuss ein Offensivfoul von Waldemar Anton an Bremens Niclas Füllkrug. Niko Kovac konnte mit der Entscheidung des Unparteiischen nicht leben - und thematisierte diese daher noch einmal nach Abpfiff.
"Er pfeift viel zu früh ab. Füllkrug ist ein ganz schöner Stier. Er lässt sich fallen und dann pfeift der Schiedsrichter ab. Er muss es laufen lassen, denn dann sieht man, dass das gar nichts ist", ärgerte sich Kovac (via Bild).
Kovac fehlt die klare Linie: "Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?"
Auch die aus seiner Sicht fehlende klare Linie des Schiedsrichters war dem BVB-Trainer ein Dorn im Auge. "Wenn das ein Foul ist, dann möchte ich wissen, was beim zweiten Tor mit diesem klaren Block gegen unseren Verteidiger war. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Das verstehe ich nicht", polterte Kovac.
Der Deutsch-Kroate bezog sich damit auf die Situation vor dem späten Bremer Ausgleichstreffer. Bevor Niclas Füllkrug zum 2:2-Unentschieden einköpfte, hatte Werder-Kapitän Marco Friedl den Laufweg von Joane Gadou blockiert. Zudem zupfte Friedl seinen Gegenspieler Anton am Arm. Dankert ließ die Situation aber anders als beim Zweikampf zwischen Füllkrug und Anton laufen, was schlussendlich zur Punkteteilung führte.
Die Schuld an den beiden verlorenen Zählern wollte Kovac aber nicht komplett auf den Schiedsrichter abwälzen. "Du führst zu Hause bis zur 88. Minute mit 2:0, machst alles richtig, legst dir den Gegner richtig zurecht und spielst viele Chancen in der zweiten Halbzeit heraus. Aber durch zwei vermeidbare Fehler hauchst du dem Gegner wieder Leben ein. Das müssen wir uns vorwerfen. Natürlich sind wir enttäuscht", sagte er.
