Er ist in den ersten Saisonwochen der Ausnahmestürmer in Europas Top-Ligen - doch nun droht Raphinha ein Dämpfer und dem FC Barcelona der vorübergehende Verlust seines Kapitäns und Top-Scorers. Der brasilianische Nationalspieler musste beim 4:2-Erfolg der Seleção gegen Australien in Brisbane am Dienstag bereits zur Halbzeit in der Kabine bleiben. Medienberichten zufolge klagte der 29-Jährige über muskuläre Beschwerden im rechten Oberschenkel. Für ihn kam Endrick in die Partie.
Besonders bitter für Raphinha: Bis zu seiner Auswechslung war der Barça-Star einmal mehr einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz. Per Elfmeter hatte er kurz vor der Pause das zwischenzeitliche 2:2 erzielt und damit eine lange persönliche Durststrecke beendet. Wie ESPN Brasil errechnete, war es sein erstes Tor für die Nationalmannschaft seit 558 Tagen.
Diagnose steht noch aus
Raphinha führte Brasilien zudem erstmals als Kapitän aufs Feld. Beim FC Barcelona trägt der Offensivspieler ebenfalls die Binde - und ist in dieser Saison einer der wichtigsten Leistungsträger der makellos in die Spielzeit gestarteten Katalanen. In acht Pflichtspieleinsätzen erzielte er bereits 14 Treffer und bereitete zwei weitere vor. Entsprechend dürften die Verantwortlichen in Barcelona um Ex-Bundestrainer Hansi Flick sorgenvoll auf weitere medizinische Erkenntnisse warten.
Wie AS berichtet, bestätigte der brasilianische Verband bisher lediglich, dass Raphinha wegen Beschwerden im rechten Oberschenkel ausgewechselt wurde. Eine offizielle Diagnose zur Art und Schwere einer möglichen Verletzung steht noch aus. Raphinha hatte bereits beim ersten Test gegen Australien (1:1) über die vollen 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Ob er nun vorzeitig nach Barcelona zurückkehrt oder die brasilianische Auswahl noch zum abschließenden Länderspiel gegen Indien begleitet, ist laut AS bislang offen.
Für Barça wäre ein längerer Ausfall des Angreifers ein empfindlicher Rückschlag. Schon in der vergangenen Saison hatte Raphinha immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen. Nun bleibt zunächst abzuwarten, ob es sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme handelte oder der Kapitän erneut länger pausieren muss.
