Es war zweifellos eine der Überraschungen bei der ersten DFB-Nominierung von Jürgen Klopp. Obwohl der neue Bundestrainer einen gewaltigen 44-Mann-Kader zusammenstellte, fehlte der Name von Maximilian Beier auf der Liste.
Ein harter Schlag für den WM-Fahrer, der beim BVB unter Trainer Niko Kovač aktuell zwischen offensiver Flexibilität und fehlendem Stammplatz pendelt.
Beier wird in Stuttgart zum Matchwinner
Doch nur zwei Tage nach der für ihn bitteren Pressekonferenz des Bundestrainers zeigte der 23-Jährige, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Beim Topspiel in Stuttgart wurde Beier eingewechselt und traf in der 70. Minute prompt zum goldenen 1:0-Siegtreffer.
Dieses Tor katapultierte die Schwarz-Gelben ganz nebenbei erstmals seit 40 Monaten wieder an die Tabellenspitze der Bundesliga.
"Weiß immer zu 100 Prozent, was ich bekomme"
Bei den Dortmunder Verantwortlichen löste der Befreiungsschlag ihres Schützlings pure Begeisterung aus. Gegenüber der Bild machten die BVB-Bosse nun mächtig Werbung für eine schnelle DFB-Rückkehr des Angreifers.
"Es [das DFB-Aus] hat ihn mit Sicherheit getroffen", gab Sportdirektor Ole Book ehrlich zu, fügte jedoch kämpferisch hinzu: "Ich glaube, nicht nur durch das Tor, sondern auch so haben alle gesehen, was für ein toller Spieler es ist und dass er es auch verdient hat, in der Nationalmannschaft zu stehen."
Book ist von einem schnellen Comeback überzeugt: "Ich bin mir sicher, wenn er so weitermacht, dass er dann auch sehr kurzfristig wieder dabei ist."
"Es ist ja jetzt nicht die letzte Nominierung, die es gibt."Maximilian Beier
Auch BVB-Trainer Niko Kovač, der im direkten telefonischen Austausch mit Klopp stehen soll, brach eine Lanze für seinen Allrounder: "Bei ihm weiß ich immer zu 100 Prozent, was ich bekomme. Deswegen wird der neue Bundestrainer auch wieder an ihn denken."
Beier moderiert den Frust weg
Beier selbst gab sich nach seinem Siegtreffer professionell und lächelte den aufkommenden DFB-Frust in der Mixed Zone schlichtweg weg. Er bestätigte zwar ein persönliches Gespräch mit dem neuen Bundestrainer am Telefon, blickte aber bereits wieder entschlossen nach vorne: "Es ist ja jetzt nicht die letzte Nominierung, die es gibt."
Dass er mit seinem aggressiven Anlaufverhalten und seinem Zug zum Tor eigentlich perfekt in die Spielphilosophie von Klopp passt, steht ohnehin außer Frage. Wenn Beier seine Qualitäten weiterhin so zielgerichtet auf den Platz bringt wie in Stuttgart, dürfte das DFB-Comeback nur eine Frage der Zeit sein.
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