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Nach Blamage gegen Gladbach: Hamann zerlegt den VfB

Dietmar Hamann lässt nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach kein gutes Haar am VfB Stuttgart.
VonFabian Küpper
Dietmar Hamann hat eine klare Meinung zum VfB
Dietmar Hamann hat eine klare Meinung zum VfB | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Es war eine unerklärliche Leistung, die der VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach ablieferte. Gegen die zuvor noch punktlosen Fohlen, die mit sechs Niederlagen in Serie anreisten, lieferten die Schwaben ihre schwächste Saisonleistung ab und verloren am Ende mit 2:3.

Spätestens jetzt herrscht Krise im Ländle, nach sieben Spielen steht der VfB nur auf Platz 14 und nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz. Die Ursachen für den Absturz sind vielfältig, unter anderem zu viel Rotation, wie auch Cheftrainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel einräumte.

Hamann fällt vernichtendes Urteil

Sky-Experte Dietmar Hamann sieht das Problem des VfB jedoch viel grundlegender. "Sie haben schon fünf Spiele verloren. Die zwei Spiele, die sie gewonnen haben, waren daheim gegen Köln und in Paderborn, wo auch ein bisschen Glück dabei war. Was bezeichnend war: Trainer Hoeneß sagt, die Gladbacher haben sich das erkämpft und erarbeitet", erklärt der 53-Jährige bei Sky.

Hamanns Vorwurf: Die Profis rund um Deniz Undav ud Angelo Stiller sind nach den letzten erfolgreichen Jahren nicht mehr mit 100 Prozent bei der Sache – ein Vorwurf, der angesichts der vielen Schwächen und Unzulänglichkeiten im Stuttgarter Spiel nicht komplett aus der Luft gegriffen ist.

Hamann erläutert: "Das war glaube ich auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an die eigene Mannschaft, dass sie nach den guten Saisons, die letzten zwei, drei Jahre ging es wirklich stetig und steil bergauf, Pokalfinale, Pokalsieger, jetzt in der Champions League, vielleicht denken: Es geht vielleicht mit 5 oder 10 Prozent weniger. Aber das geht halt nicht. Das geht nicht mal gegen den Tabellenletzten zu Hause, der zuvor noch kein Spiel gewonnen hat oder keinen Punkt hatte."

Problemzone Sturm

Ein weiteres Problem sieht der 53-Jährige im Angriff der Schwaben, wo nur Ermedin Demirovic bislang verlässlich trifft – den die Schwaben im Sommer fast noch an Galatasaray Istanbul abgegeben hatten.

"Sie haben eine große Auswahl an Stürmern. Undav, gestern nicht angefangen, hat die größte Konkurrenz seit Langem, und bis auf Demirovic scheint keiner Tore zu machen. Die müssen schleunigst schauen, dass sie dahin zurückkommen, wo sie letzte Saison waren", fordert der Champions-League-Sieger von 2005.

Die Chance auf Wiedergutmachung haben die Schwaben am kommenden Samstag. Dann steht das schwierige Auswärtsspiel bei den aktuell brandheißen Leverkusenern an. Man darf gespannt sein, wie die Reaktion des VfB auf die Blamage gegen Gladbach ausfallen wird.


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