Sein Abschied von Manchester United im Sommer 2024 glich einem Missverständnis, doch in Italien explodierte seine Karriere förmlich: Bei der SSC Neapel stieg Scott McTominay auf Anhieb zum absoluten Publikumsliebling und Meisterhelden auf.
Die Fans am Fuße des Vesuvs verpassten dem schottischen Nationalspieler ehrfürchtig den Spitznamen "schottischer Maradona" – Inter-Legende Marco Materazzi bezeichnete seinen Verkauf durch United gar als den "größten Fehler der Transfermarkt-Geschichte".
Wird der "schottische Maradona" ein Königlicher?
Nun bahnt sich jedoch der nächste Paukenschlag an. Wie spanische und italienische Medien übereinstimmend berichten, hat Real Madrid offiziell Kontakt zum Beraterumfeld des Mittelfeld-Hünen aufgenommen.
Die Königlichen sondieren die Lage ganz genau, da die Vertragsverhandlungen zwischen dem Schotten und Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis aktuell ins Stocken geraten sind. Zwar läuft sein Kontrakt noch bis 2028, doch McTominay wünscht sich Klarheit – und ein vorzeitiger Abschied wird für Neapel plötzlich zum realen Risiko.
Besondere Verbindung zu Mourinho

Die treibende Kraft hinter dem Madrider Interesse ist vor allem die Trainerbank im Santiago Bernabéu. Dort hat José Mourinho das Sagen – jener Coach, der McTominay 2017 bei Manchester United im Alter von nur 18 Jahren zu den Profis holte und sein Debüt ermöglichte. Mourinho bezeichnet den schottischen Kämpfer bis heute liebevoll als "meinen Jungen".
Auch der Spieler selbst machte aus seiner Bewunderung für The Special One nie einen Hehl. Auf die Frage, was er tun würde, wenn ihn Mourinho für einen Wechsel zu Real Madrid anrufen sollte, antwortete McTominay vor kurzem überraschend ehrlich: "Wenn das passieren würde, würde ich darüber nachdenken."
Blitz-Comeback nach operativem Eingriff
Erst vor rund einem Monat musste sich McTominay in Manchester einem kleinen chirurgischen Eingriff am Herzen unterziehen, nachdem Routine-Messungen eine leichte, gutartige Herzrhythmusstörung aufgedeckt hatten.
Die Pause währte jedoch nicht lange: Nach nur knapp 30 Tagen erhielt der Schotte nun die medizinische Freigabe und kehrte am Mittwoch wieder voll ins Mannschaftstraining der Azzurri zurück. Ob er Neapel allerdings noch lange erhalten bleibt, scheint offener denn je. Napoli will einen Verkauf im anstehenden Winter zwar vehement blockieren, doch der Lockruf seines einstigen Mentors aus Madrid dürfte im Sommer 2027 umso lauter werden.
