Seine Glanzleistung gegen den VfB Stuttgart konnte Wael Mohya gegen den Hamburger SV nicht bestätigen. Nachdem er schon gegen den SC Paderborn in der Vorwoche Schwierigkeiten hatte, blieb er auch bei der 1:3-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen die Rothosen größtenteils wirkungslos.
"Wir haben alles gegeben und jeder hat gekämpft. Die Gelb-Rote Karte direkt nach der Halbzeit war sehr bitter, zumal wir so kurz vor der Pause wieder zurückgekommen sind und das 1:1 gemacht haben. Wir hatten dann auch in Unterzahl noch Gelegenheiten und müssen einfach die Torchancen zum 2:2 nutzen. Dann ist das 1:3 gefallen und es wurde sehr schwer für uns", bilanzierte Mohya nach dem Spiel.
Doch für den 17-Jährigen steht jetzt in der Länderspielpause keineswegs Regeneration an – sondern Trips mit der deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp berief Mohya für die anstehenden Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande.
"Eine riesengroße Ehre"
"Ich glaube, man kann sagen, dass es eine der besten Nachrichten war, die ich jemals bekommen habe."Wael Mohya
Den Moment des Klopp-Anrufs beschreibt Mohya dabei wie folgt: "Dann hat er mich am Dienstagabend angerufen und mir gesagt, dass er mit mir im nächsten Lehrgang plant. Das war für mich natürlich ein sehr großer Moment. Ich glaube, man kann sagen, dass es eine der besten Nachrichten war, die ich jemals bekommen habe."

"Es ist erst mal eine riesengroße Ehre für mich, nominiert worden zu sein. Ich wusste, dass mich der Bundestrainer im Auge hat. Wir hatten einige Gespräche, in denen wir den gemeinsamen Weg besprochen haben", erklärte das Gladbacher Juwel weiter und bestätigte damit, dass es wohl vor allem Klopp zu verdanken ist, dass Mohya sich für Deutschland und gegen Marokko entschied.
Mohyas Ziele für die Länderspiele
Denn auch das Heimatland seiner Eltern buhlte heftig um den 17-Jährigen, lockte ihn mit einer tragenden Rolle bei der anstehenden heim-WM 2030. Vor Saisonstart hielt sich Mohya dabei gegenüber der Bild noch auffallend bedeckt bezüglich seiner Verbandsentscheidung.

"Natürlich ist das eine schwere Entscheidung. In Marokko findet 2030 die Weltmeisterschaft statt, da ist das ganze Land im Ausnahmezustand. In Deutschland bin ich geboren und aufgewachsen. Aber ich will mich erst mal voll auf den Saisonstart mit Gladbach konzentrieren und mich dann bald entscheiden", sagte er damals.
Das hat er jetzt getan, für den DFB-Lehrgang hat Mohya auch klare Ziele: "Es war ein super Gefühl, dass ich seine Nummer sehe und er mir dann sagt, dass ich dabei bin. Das musste ich dann auch erst mal kurz realisieren. Ich versuche mich natürlich von meiner besten Seite zu zeigen, Gas zu geben und viel zu lernen und mitzunehmen."
