13 Mal in den vergangenen 14 Jahren gewann der FC Bayern München die Meisterschaft in der Bundesliga. Das einzige Jahr, in der man nicht triumphierte, war die legendäre Invincibles-Saison von Bayer Leverkusen 2023/24.
Die Münchner sind ihrer Konkurrenz meilenweit enteilt, für viele ist die Meisterfrage oftmals noch vor dem ersten Spieltag beantwortet. Axel Hefer, Aufsichtsratschef beim FC Schalke 04, hatte in der Bild deshalb Meister-Playoffs ins Spiel gebracht, um wieder für ein bisschen mehr Spannung zu sorgen.
"Die Top-Klubs würden sich über die reguläre Saison weiter für die Champions League qualifizieren, das gibt Planungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig würden die Titel-Karten durch eine Wiedereinführung der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft neu gemischt. Der DFB-Pokal beweist es ja. Da ist Bayern München auch kein Dauer-Gewinner. Eine K.-o.-Runde um die Meisterschaft würde sich im Ausland hervorragend verkaufen lassen", erklärte der 49-Jährige.
Klare Meinung zu Hefer-Vorschlag
Freilich stößt Hefer mit seiner Idee auf wenig Gegenliebe. "Ich halte davon gar nichts", sagt beispielsweise Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. Auch Tatjana Haenni, Geschäftsführerin bei RB Leipzig, sieht das ähnlich.
"Wer nach 34 Spieltagen auf Platz eins steht, ist verdient Deutscher Meister. Das ist das sportlich faire Resultat der Fußball-Bundesliga-Saison. (...) Außerdem würde die Abgrenzung und Differenzierung zu anderen Wettbewerben wie dem DFB-Pokal oder dem Supercup leiden", sagt die 59-Jährige.
Wer denkt an die Spieler?
Der 1. FC Köln schließt sich in Person von Vizepräsident Ulf Sobek an: "Wir als 1. FC Köln schätzen die Bundesliga in ihrer jetzigen Form und mit ihrer gewachsenen sportlichen Bedeutung sehr. Für uns gehört zu diesem Wettbewerb, dass sich Leistung über eine gesamte Saison beweisen muss. Wer nach 34 Spieltagen oben steht, hat sich die Deutsche Meisterschaft verdient – unabhängig davon, welcher Verein das am Ende ist."
Aus seiner Sicht sollte man einen spannenden Wettbewerb durch nachhaltige Arbeit erreichen, nicht durch Playoffs. Dabei hat Sobek auch die Profis im Blick: "Wir dürfen außerdem die Belastung der Spieler nicht aus den Augen verlieren. Der nationale und internationale Spielkalender ist bereits sehr dicht. Noch mehr Spiele wären deshalb für uns nicht der richtige Ansatz", mahnt er deshalb.
