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Maza zwischen Kampf und Frust: Nach Abpfiff wird er deutlich

Die erste Heimniederlage der Saison wog schwer. Ibrahim Maza stemmte sich lange dagegen – und ließ anschließend seinem Ärger freien Lauf.
VonMoritz Jonas
Ibrahim Maza stemmte sich gegen die Niederlage und kritisierte nach dem Abpfiff Schiedsrichter Benjamin Brand scharf
Ibrahim Maza stemmte sich gegen die Niederlage und kritisierte nach dem Abpfiff Schiedsrichter Benjamin Brand scharf | Jörg Schüler/GettyImages

Bayer 04 Leverkusen musste gegen den VfB Stuttgart einen Rückschlag hinnehmen. Beim 2:4 kassierte die Werkself ihre erste Heimniederlage der Saison. Dabei hatte ein Spieler bis zum Schluss versucht, die Partie noch in eine andere Richtung zu lenken.

Ibrahim Maza erzielte eines der beiden Leverkusener Tore und war auch in den Zweikämpfen präsent. Der 20-Jährige gewann 22 Duelle und legte 11,7 Kilometer zurück. Für einen Punktgewinn reichte es dennoch nicht – und nach dem Abpfiff beschäftigte ihn neben dem Ergebnis vor allem eine weitere Sache.

Maza kritisiert Schiedsrichter Brand scharf

Im Interview mit Sky nahm Maza Schiedsrichter Benjamin Brand deutlich ins Visier. Der Unparteiische habe die hitzige Partie nicht unter Kontrolle gehabt, sagte der Leverkusener. Seine Leistung bezeichnete er als "bodenlos"; auch der Umgang des Referees mit den Spielern habe ihn gestört.

Maza schilderte, Brand habe ihn angeschrien, als er eine Entscheidung ansprechen wollte. Er habe den Schiedsrichter gebeten, normal mit ihm zu reden, doch dieser habe weiter laut reagiert. Maza ärgerte sich darüber, dass Spieler nicht mit dem Unparteiischen sprechen dürften, dieser aber selbst den Kontakt zu ihnen suche.

Schiedsrichter Benjamin Brand stand nach dem 2:4 im Mittelpunkt der Leverkusener Kritik
Schiedsrichter Benjamin Brand stand nach dem 2:4 im Mittelpunkt der Leverkusener Kritik | SASCHA SCHUERMANN/GettyImages

Auch den VAR-Einsatz kritisierte der Mittelfeldspieler scharf. Die Abläufe seien für ihn schwer nachzuvollziehen gewesen. Zugleich machte Maza deutlich, dass ihn die körperliche Spielweise der Stuttgarter weniger störte: Harte Zweikämpfe und Fouls gehörten für ihn zum Fußball und könnten einen Spieler auch abhärten.

Stuttgart nutzte seine Chancen konsequenter

Die Niederlage führte Maza vor allem auf die unterschiedliche Effizienz beider Mannschaften zurück. Stuttgart habe seine Möglichkeiten besser genutzt, während Leverkusen zu viele Chancen liegen ließ. Die Werkself müsse das Ergebnis abhaken und nach vorne schauen, erklärte der Algerier.

Trainer Carles Martínez äußerte sich zurückhaltender zur Leistung des Schiedsrichters. Er wolle sich zunächst die Videoaufnahmen ansehen, bevor er die Situation bewerte. Damit überließ er die deutliche Kritik seinem Spieler.

Für Leverkusen bleibt nach dem 2:4 eine doppelte Aufgabe: Die Mannschaft muss die defensive Anfälligkeit aufarbeiten und zugleich die eigene Chancenverwertung verbessern. Maza gehörte zwar zu den auffälligsten Bayer-Profis des Abends, konnte die erste Heimniederlage aber nicht verhindern.


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