Skip to main content

Marokko statt DFB: Schalke-Star El-Faouzi erklärt Entscheidung

Soufiane El-Faouzi erklärt nach der Partie gegen Elversberg, warum er dem DFB eine Absage erteilt hat.
VonMoritz Jonas
Hat sich endgültig gegen eine DFB-Karriere entschieden: Schalkes Dauerläufer Soufiane El-Faouzi
Hat sich endgültig gegen eine DFB-Karriere entschieden: Schalkes Dauerläufer Soufiane El-Faouzi | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Beim FC Schalke 04 gehört er längst zu den absoluten Leistungsträgern. Nach einer bärenstarken Aufstiegssaison hat sich Soufiane El-Faouzi auch im deutschen Oberhaus unter Trainer Miron Muslic fest im königsblauen Mittelfeldzentrum etabliert.

Wenig verwunderlich also, dass er zuletzt ein Thema beim DFB war. Im XXL-Kader von Jürgen Klopp suchte man seinen Namen zuletzt dennoch vergeblich.

"Herzensentscheidung" für Marokko

Nach dem 0:0-Remis gegen Aufsteiger Elversberg brachte El-Faouzi nun selbst Licht ins Dunkel. Auf die Frage, ob er direkten Kontakt zum neuen Bundestrainer gehabt habe, antwortete der 24-Jährige ehrlich: "Ich direkt nicht."

Zwar wäre ein Verbandswechsel rein rechtlich noch möglich gewesen, doch der Schalker hat für sich längst eine "Herzensentscheidung" getroffen: Er wird künftig das Trikot der marokkanischen Nationalmannschaft tragen.

"Da hab ich Bock, mitzumischen"

Bereits im Mai dieses Jahres hatte El-Faouzi beim 5:0-Testspielsieg gegen Burundi sein Debüt für die Atlas-Löwen gefeiert. Zwar verpasste er im Sommer knapp den finalen WM-Kader, doch die Eindrücke haben ihn nachhaltig geprägt. "Es war ein Testspiel. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen, ich hatte eine gute Verbindung mit dem Trainer gehabt", blickte er am Sky-Mikrofon zurück. "Super Anlage, super Jungs und macht Megabock."

Zudem reizt den Senkrechtstarter, dessen Vertrag auf Schalke kürzlich bis 2030 verlängert wurde, die immense sportliche Entwicklung der Nordafrikaner, bei denen er künftig an der Seite von Real-Star Brahim Diaz oder Bayern-Neuzugang Ismael Saibari auflaufen wird. "Die letzten beiden WMs waren sehr stark von Marokko. Dementsprechend macht sich Marokko langsam. Da hab ich Bock, mitzumischen und freue mich mega drauf", betonte El-Faouzi.

Der Blick geht Richtung Afrika-Cup

Während die DFB-Elf in der Nations League antritt, geht es für El-Faouzi nun in der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027 (in Uganda, Kenia und Tansania) zur Sache. Marokko trifft in den kommenden Tagen auf Gabun (25. September) und Lesotho (29. September). Für den ehrgeizigen Schalker die perfekte Bühne, um sich festzuspielen: "Es geht ja auch um etwas. Da habe ich Bock, auch auf Einsätze zu kommen."


Weitere Schalke-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu