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Lobeshymne trotz Fehlschüssen: Womit Adeyemi Bundestrainer Klopp begeistert

Eine Nachfrage zu Karim Adeyemi beantwortet Bundestrainer Jürgen Klopp mit Humor - und reichlich lobenden Worten. Bekommt der Angreifer eine größere Rolle?
VonThomas Wygold
Karim Adeyemi lässt gegen die Niederlande eine Großchance liegen
Karim Adeyemi lässt gegen die Niederlande eine Großchance liegen | ANP/GettyImages

Da musste Jürgen Klopp doch nochmal nachfragen. "Welcher Fehlschuss?", wollte der Bundestrainer wissen, nur um anschließend in sein unverkennbares Lachen überzugehen. Der Coach der DFB-Auswahl nahm die Frage auf der Pressekonferenz am Samstag nach seiner Reaktion auf die vergebene Großchance von Karim Adeyemi im Nations-League-Spiel in den Niederlanden (1:1) mit reichlich Humor.

Gemeint war die "hundertprozentige" Gelegenheit in der 37. Minute. "Hundert Prozent? Vorsichtig. Dann hätte er ihn ja reingemacht", grätschte Klopp weiter breit grinsend dazwischen. Der Ball sei schließlich scharf hereingespielt gewesen, warf Pressesprecherin Franziska Wülle ein. "Absolut", antwortete Klopp: "Und er ist gedotzt." Von Vorwürfen oder Kritik an Adeyemi war keine Spur - im Gegenteil.

Daran will Klopp mit Adeyemi noch arbeiten

" Das ist die große Herausforderung in einem Fußballerleben."
Jürgen Klopp

Klopp nahm seinen Spieler stattdessen in Schutz und holte zu einer Lobeshmyne aus, die darauf hindeutet, dass Adeyemi auch in den zukünftigen Kadern des neuen Bundestrainers eine gewichtige Rolle spielen dürfte. Möglicherweise ist es aber auch nur ein bewusster Push für Adeyemis Selbstbewusstsein im Nationaldress.

Der Angreifer des FC Barcelona sei "ein wundervoller Kerl" und ein "sehr angenehmer Zeitgenosse", berichtete Klopp, der an den vergebenen Chancen auch klar einen Ansatzpunkt für das gemeinsame Training ausmachte - und zwar nicht im Abschluss selbst, sondern in der Verarbeitung des Fehlschusses.

"Karim bietet ganz, ganz viel an, was ich supergerne bei uns im Spiel im einbauen würde."
Jürgen Klopp

"Er macht in Barcelona einen überragenden Eindruck und jetzt kommt er hierher zur Nationalmannschaft, ist nicht bei der WM dabei gewesen. Es bedeutet ihm ganz viel, hier dabei zu sein. Und dann vergibst du in diesem Spiel diese Chance", sagte Klopp, der Adeyemi "richtig gute Momente" attestierte, bei dem Stürmer aber auch eine mentale Beeinflussung nach dem Fehlschuss ausmachte. "Der Umgang damit, das ist die große Herausforderung in einem Fußballerleben. Und daran arbeiten wir, dass er dann im Spiel bleibt."

Adeyemi sei "immer noch ein junger Kerl, der sich entwickeln muss aber auch darf", führte Klopp aus: "Ich mag total das Paket, das er anbietet." Gerade die Beidfüßigkeit sei ein außergewöhnliches Merkmal. Zudem habe Adeyemi ein "riesiges Tempo", erklärte Klopp: "Karim bietet ganz, ganz viel an, was ich supergerne bei uns im Spiel im einbauen würde." Adeyemis Leistung beim 1:1 gegen die Niederlande sei für ein erstes Spiel unter ihm "komplett fine" gewesen.


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