Die Wege von Markus Krösche und der Frankfurter Eintracht haben sich Mitte Oktober abrupt getrennt. Die SGE-Bosse kamen dem Wunsch des Sportvorstandes nach, Gerüchte um einen zeitnahen Abschied gab es aber schon zuvor.
Schnell wurde klar, dass es Krösche bald nach Mailand ziehen würde. Schon im vergangenen Sommer hatte der 46-Jährige mit Milan verhandelt, am Ende aber doch abgesagt, weil er seine Aufgabe in Frankfurt noch nicht als erfüllt ansah.
Eintracht kassiert rund 4 Mio. Euro für Krösche
Mit einigen Monaten Verspätung dürfte Krösches Wechsel nach San Siro aber über die Bühne gehen. Nach übereinstimmenden Berichten ist sich Krösche mit den Rossoneri über die finanziellen Rahmenbedingungen längst einig. Die Gespräche über einen konkreten Deal laufen, spätestens Anfang 2027 wird erwartet, dass er seinen Posten als ‘Head of Football‘ bei Milan antritt.
Eine wichtige Hürde muss dafür aber noch überwunden werden. Krösches Vertrag in Frankfurt läuft in angepasster Form bis 2028 weiter. Sollte er vor Ablauf bei einem anderen Klub anheuern, muss dieser eine Ablöse bezahlen. Laut Bild verlangt die SGE rund vier Millionen Euro.
Wechsel von Krösche zu Chatzialexiou bringt SGE satten Gewinn
Weil Krösche bei den Milan-Bossen um Eigentümer Gerry Cardinale der Wunschkandidat für den Sportchef-Posten ist, wird erwartet, dass man sich auf die Ablösezahlung schnell einigen kann.
Finanziell wird der Wechsel auf dem Sportvorstand-Posten für die Eintracht also zum Gewinn. Nachfolger Joti Chatzialexiou konnte die SGE offenbar für eine mittlere sechsstellige Summe aus Nürnberg loseisen. Die Eintracht könnte den Gewinn im Winter dafür nutzen, um mehr Spielraum für Verstärkungen zu haben.

Krösche-Millionen für neuen Linksverteidiger?
Im Fokus könnte dann ein neuer Linksverteidiger stehen. Japan-Youngster Keita Kosugi (20) ist aktuell der einzige Spezialist auf dieser Position. An anderen Stellen herrscht für den Januar eigentlich kein großer Bedarf.
Der Krösche-Nachfolger wird seinen Dienst in Frankfurt offiziell aber erst nach dem Winter-Transferfenster ab dem 1. Februar antreten. Zuvor will Chatzialexiou noch für einen reibungslosen Übergang beim FCN sorgen.
Milan will mit Krösche in die Erfolgsspur zurück
Krösche erwartet derweil in Mailand eine herausfordernde Aufgabe. Die letzten Jahre waren bei Milan geprägt von Misserfolgen und sportlichen Turbulenzen. Nachdem im Sommer Ruben Amorim den Trainerposten übernommen hatte, liegen die Rossoneri in der Serie A aktuell auf Tabellenplatz fünf – sieben Zähler hinter Spitzenreiter Lazio und vier Punkte hinter Stadtrivale Inter auf Rang zwei.
Mindestens die Rückkehr in die Champions League soll am Saisonende für Milan herausspringen. In der laufenden Saison geht man lediglich in der Europa League an den Start. Dort ist der Auftakt mit nur drei Punkten aus den ersten drei Partien missglückt.
