Schon kurz nachdem die Bombe geplatzt war, begannen allerorts die großen Spekulationen. Wer tritt bei Eintracht Frankfurt die Nachfolge von Markus Krösche an? Der 46-Jährige hatte am Sonntag seinen sofortigen Abschied von der SGE verkündet. Während der neue Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann die Aufgaben des Sportvorstands vorerst übernimmt, läuft die Suche nach einer dauerhaften Lösung bereits auf Hochtouren.
Schließlich wollen die Hessen möglichst noch vor dem Winter-Transferfenster einen neuen Sportchef präsentieren. Anders als noch im Sommer, als ein vorzeitiger Abschied Krösches ebenfalls im Raum stand, scheint die Eintracht-Führung diesmal bereits konkrete Vorstellungen von möglichen Nachfolgern zu haben.

Einer der heißesten Kandidaten ist offenbar Joti Chatzialexiou. Wie die Bild berichtet, zählt der aktuelle Sportvorstand des 1. FC Nürnberg zum engeren Kandidatenkreis der Eintracht. Der 50-Jährige ist gebürtiger Frankfurter, war einst als Jugendtrainer bei der Eintracht tätig und arbeitete anschließend rund 20 Jahre für den DFB, zuletzt als Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften. Seit Mai 2024 verantwortet er die sportlichen Geschicke beim Club.
Chatzialexiou äußert sich zu Frankfurt-Gerüchten
Nun hat sich Chatzialexiou selbst zu einer möglichen Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte geäußert. Gegenüber der Bild erklärte er: "Es ist sicherlich eine Wertschätzung meiner Arbeit, zu diesem Kandidatenkreis zu gehören, allerdings gibt es mit Eintracht Frankfurt keinerlei Vereinbarungen und keinen Kontakt. Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasse, der Fokus liegt auf dem FCN."

Es ist ein Bekenntnis zu seinem aktuellen Arbeitgeber, das einen späteren Wechsel allerdings nicht grundsätzlich ausschließt. Für Chatzialexiou könnten insbesondere seine Erfahrung auf unterschiedlichen Ebenen des deutschen Fußballs und der aktuelle Erfolg mit den Nürnbergern sprechen. Neben seiner sportlichen Expertise gilt er auch als versiert im Umgang mit vereinspolitischen Themen.
Einige Kandidaten mit Eintracht-Vergangenheit gehandelt
Allerdings ist der Nürnberger längst nicht der einzige Kandidat. Laut Bild beschäftigen sich die Frankfurter auch mit Augsburgs Benjamin Weber sowie den ehemaligen Eintracht-Profis Christoph Spycher und Pirmin Schwegler. Auch der Name Fredi Bobic geistert herum. Bobic war von 2016 bis 2021 schon einmal SGE-Sportvorstand.
Vor allem Spycher werden gute Chancen eingeräumt. Nach Informationen der Hessenschau gilt der frühere Frankfurter Kapitän sogar als einer der aussichtsreichsten Anwärter. Spycher ist seit 2022 als Verwaltungsratsdelegierter Sport bei den Young Boys in Bern tätig, trägt dort die sportliche Gesamtverantwortung und ist seit 2024 zudem Miteigentümer des Schweizer Klubs.

Auf den künftigen Sportchef wartet in jedem Fall eine anspruchsvolle Aufgabe. Krösche führte die Eintracht während seiner Amtszeit unter anderem zum Europa-League-Triumph 2022 und etablierte den Klub im internationalen Geschäft. Zugleich sollen die Frankfurter nach Bild-Informationen künftig auf dem Transfermarkt finanziell zurückhaltender agieren. Der neue Mann muss also nicht nur sportlich überzeugen, sondern auch mit begrenzteren Mitteln erfolgreich arbeiten.
