Es sind keine einfachen Zeiten für Lennart Karl beim FC Bayern München: Sportlich läuft der Youngster seiner Form aus dem Vorjahr noch deutlich hinterher und auch sein Verhalten neben des Platzes stand zuletzt immer wieder unter scharfer Kritik.
Erst hatte Uli Hoeneß bemängelt, dass Karls Aktivität auf Social Media zu hoch sei und er sich lieber wieder mehr auf den Fußball konzentrieren solle, dann legte Lothar Matthäus nach und schoss gegen den 18-Jährigen: "Ein bisschen weniger Pink, ein bisschen weniger Social Media, ein bisschen mehr Leistung auf dem Platz, ein bisschen im Zweikampf mal nach hinten arbeiten." Nun hat sich der nächste Ex-Profi zu der Thematik geäußert.
Karl-Kritik von deutschem Weltmeister

Im Interview mit ran hat auch Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990 und Ex-Profi vom BVB und Bayern München, zur Social-Media-Thematik rund um Karl Stellung genommen. "In erster Linie müssen Fußballer natürlich wissen, dass es darum geht, Fußball zu spielen", meinte der 61-Jährige: "Es darf nicht entscheidend sein, wie viele Likes man bekommt, wie oft man auf TikTok zu sehen ist oder wie viele Klicks man auf irgendwelchen anderen Plattformen sammelt. Die Fokussierung auf den Fußball muss schon vorhanden sein."
Kohler sehe aber in der aktuellen Kritik auch einen positiven Lehreffekt für den jungen Bayern-Profi. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass Lennart Karl das lernen wird. Auch sein Berater Michael Ballack wird das Gespräch mit ihm suchen", sagte der frühere Innenverteidiger: "Wir leben natürlich in einer anderen Zeit, es ist eine andere Generation, die viel mit den neuen Medien arbeitet. Trotzdem glaube iich, dass Lennart Karl ein guter Fußballer ist. Er ist aber noch längst nicht da, wo er teilweise schon hingeschrieben wird."
Karl bei Bayern nur zweite Wahl

Beim deutschen Rekordmeister gehört Karl aktuell nicht zum Stammpersonal. Zugegebenermaßen ist die Konkurrenz auf Rechtsaußen und im offensiven Mittelfeld mit Michael Olise, Serge Gnabry, Ismael Saibari und Jamal Musiala auch groß, aber trotzdem war der 18-Jährige bereits näher an der ersten Bayern-Elf dran.
