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Kritik an Undav: So reagiert VfB-Trainer Hoeneß

Vor dem anstehenden Pokal-Auftritt des VfB Stuttgart sorgt eine Personalie für Gesprächsstoff: Deniz Undav sah sich zuletzt Kritik ausgesetzt.
VonJan Kupitz
Sebastian Hoeneß und Deniz Undav
Sebastian Hoeneß und Deniz Undav | DeFodi Images/GettyImages

Der VfB Stuttgart ist im Formtief. Sollte es am Mittwoch auch noch ein Aus im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn geben, kann man sicherlich schon von einer Krise sprechen. Entsprechend unruhig ist die Lage im Ländle aktuell.

Einer, der sinnbildlich für das VfB-Tief steht, ist Deniz Undav. Der Angreifer, der in der letzten Saison auf 39 Scorerpunkte (25 Tore, 14 Vorlagen) in 46 Einsätzen gekommen war und auch eine starke WM gespielt hatte, ist in den letzten Wochen nicht wiederzuerkennen.

Lothar Matthäus vermutete zuletzt, dass die Kapitänsbinde eine zu große Bürde für Undav sei. Der 30-Jährige habe zuletzt seine Leichtigkeit und sein Lächeln verloren, befand der TV Experte (90min berichtete): "Er denkt vielleicht zu viel nach."

Sebastian Hoeneß stellte sich jedoch vor seinen Spielführer und wollte nicht zulassen, dass Undav zu sehr in die Kritik gerät. "Es wäre jetzt völlig falsch, wenn wir über eine Person sprechen", ließ der VfB-Coach gegenüber der Bild verlauten. "Für uns muss das im Kollektiv in die richtige Richtung geschoben werden. Da ist natürlich auch Deniz in der Verantwortung, aber wir sind da alle in einem Boot."

Hoeneß verteidigt auch Pejcinovic

Im Schatten der Undav-Krise geht aktuell ein wenig unter, dass Dzenan Pejcinovic ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück bleibt. Immerhin 25 Millionen Euro hatte der VfB Stuttgart im Sommer auf den Tisch gelegt, seitdem konnte Pejcinovic lediglich einen Dreierpack in der erste Pokalrunde erzielen. Danach kam wenig bis nichts vom Star-Einkauf.

Dzenan Pejcinovic
Dzenan Pejcinovic | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Doch auch beim Ex-Wolfsburger wollte Hoeneß keine Kritik zulassen: "Dzenan ist super gestartet und ist gerade in einer Phase, die er schon aus der Vergangenheit kennt. Das ändert aber nichts an der Idee, die wir mit ihm haben. Er wird damit gut umgehen. Da gilt für ihn, die Ellbogen rauszunehmen und die Situation proaktiv in eine richtig gute umzumünzen."

Es ehrt Hoeneß, dass er sich in der Öffentlichkeit vor seine Spieler stellt und sie schützt. Deutliche Worte fand er vor dem Paderborn-Spiel trotzdem – allerdings nicht in Richtung einzelner Akteure, sondern an die gesamte Mannschaft. "Wir müssen draufpacken, gewaltig draufpacken, wenn wir Spiele gewinnen wollen", stellte der Trainer klar.


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