Während der Länderspielpausen stehen oftmals die Spieler des FC Bayern im Vordergrund, spielen sie doch auch in der Deutschen Nationalmannschaft entsprechend große Rollen. In den vergangenen zweieinhalb Wochen wurde beispielsweise viel über Joshua Kimmich und seine Zukunft in der DFB-Auswahl diskutiert.
Vincent Kompany bezeichnete dieses Thema im Interview mit RTL/Sky Sport als "Mini-Debatte", aus der er sich eigentlich gerne raushalten würde. "Und nein, ich bin nicht beeinflusst von dem, was bei der Nationalmannschaft passiert. Ich glaube, dass es andersrum ist, dass die Nationalmannschaft beeinflusst ist, von dem, was in einem Verein passiert", betonte der Cheftrainer der Münchener.
Immerhin spiegelt sich die Ausgangslage bei der Nationalelf auch bei ihm wider: Mit Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und eben Kimmich hat er die drei Zentrumsspieler im Kader, die auch unter Jürgen Klopp um die Einsatzzeiten konkurrieren. Kompany machte mit seiner Aussage jedenfalls deutlich, dass diese "Mini-Debatte" keinen Einfluss auf ihn haben werde. Übersetzt: Kimmich wird unter ihm weiterhin die prominente Rolle spielen, die er seit Jahren inne hat.

Urbig mit Chancen auf DFB-Eins: Kein Einfluss auf Bayern-Planungen
Weitaus erfreulicher wurde derweil über Jonas Urbig gesprochen, der sich in den letzten zwei der insgesamt vier Länderspiele auszeichnen konnte – und beim FCB aber weiterhin die zweite Geige hinter Manuel Neuer spielt.
"Wir haben schon immer viel Vertrauen gehabt in Jonas Urbig", betonte Kompany. Er glaube fest daran, dass der 23-jährige Torhüter die wichtigen Entwicklungsschritte gehen kann und wird. "Aber jetzt ist es noch nicht so. Er ist immer noch auf dem Weg und genau diese tägliche Arbeit ist für mich das Wichtigste. Es freut mich, dass er mit positiven Geschichten zurückkommt, aber das beeinflusst nicht, auf jeden Fall nicht übertrieben, was jetzt in der nächsten Woche noch passieren muss für seine Entwicklung", führte der Coach weiter aus.
An dieser Stelle also auch keine nennenswerten Veränderungen: Nur, weil Urbig vermeintlich gute Chancen auf die Rolle als Nummer eins beim DFB hat, wird er nicht früher als bislang angedacht beim FCB in diese Rolle schlüpfen. Er wird ab und zu Neuer vertreten dürfen, und dabei wird es wohl auch bis zum Saisonende bleiben.

Olise laut Kompany "ohne Zweifel" bereits ein Weltklasse-Spieler
Auch im Dienste für Frankreich wusste derweil Michael Olise vollends zu überzeugen. Von Kompany gab es ein sehr deutliches "Ja klar. Ohne Zweifel" als Antwort auf die Frage, ob der Flügelspieler bereits das Attribut Weltklasse verdient habe.
"Auch weil das jetzt eine Bestätigung ist, von dem, was er schon geleistet hat. Er hat in den letzten Jahren viele Schritte gemacht", gab es entsprechendes Lob von Kompany für Olise. Als "das Wichtigste" bezeichnete er, "dass der Hunger da bleibt und das auch, wenn die Jungs in eine Umgebung kommen, wo dieses Lob nicht mehr präsent ist". Insgesamt sei der 24-Jährige bereits "ein besonderer Spieler im Weltfußball geworden".
