Mit einem 0:0 gegen Griechenland endete die erste Länderspielpause für das DFB-Team unter Jürgen Klopp. Rein von den Ergebnissen her lief es durchwachsen für die deutsche Nationalmannschaft, die nur die Partie gegen Serbien (2:0) für sich entscheiden konnte.
Dennoch dürften Ergebnisse ohnehin nur eine untergordnete Rolle gespielt haben, schließlich wollte Klopp so viele Spieler wie möglich sehen und nominierte daher auch 44 Akteure. Lothar Matthäus zieht deshalb auch eine positive erste Bilanz.
Matthäus zufrieden – mit einer Ausnahme
"Ich glaube, wir haben das Potential, mit dieser Nationalmannschaft viel Freude zu haben."Lothar Matthäus (RTL/Sky)
"Man hat insgesamt gesehen, dass viele Abläufe noch nicht funktioniert haben, weil sich beide Mannschaften kennenlernen mussten und das erste Mal zusammengespielt haben. Auch Jürgen Klopp musste viele Spieler erst einmal genauer kennenlernen. Er wollte jedem eine Chance geben. Er war mit allen zufrieden", erklärte der 65-Jährige im Interview mit RTL und Sky Sport.
Gleichwohl fand auch er leise Kritik: "Man hat gesehen: Die jungen Spieler hatten einen Riesenspaß, dabei gewesen zu sein. Leider hat die Punkteausbeute nicht gestimmt, wir können mit der Punkteausbeute nicht zufrieden sein."
Matthäus erstickt Kimmich-Diskussion im Keim
"Für mich ist Joshua Kimmich gesetzt."Lothar Matthäus über den DFB-Kapitän
Gleichwohl ist Matthäus dennoch alles in allem zufrieden, auch mit dem Auftreten von Klopp selbst. "Ich habe einen sehr positiven Eindruck. Seine positive Art überträgt sich einfach auf die Spieler. Mit den Ergebnissen wird er nicht zufrieden sein. Aber mit dem Einsatz und der Leistungsbereitschaft wird er einverstanden sein", ist sich der Rekord-Nationalspieler sicher.
Der aufkeimenden Diskussion rund um Joshua Kimmich kann Matthäus unterdessen nichts abgewinnen. "Für mich ist Joshua Kimmich gesetzt. Ich beteilige mich überhaupt nicht an dieser Diskussion, ob wir ihn brauchen oder nicht. Joshua Kimmich war für mich der beste Feldspieler beim ersten Spiel in den Niederlanden. Er ist ein Anführer, er hat Erfahrung. Er trägt dazu bei, Mannschaften stärker zu machen", betonte der 65-Jährige.
Matthäus sieht ter Stegen als Nr. 1
Auch bei der Torwartfrage hat Matthäus indes eine klare Meinung. Marc-André ter Stegen, der gegen die Niederlande sein Comenback feierte, sieht er "noch leicht vorne als Nummer eins".
Dahinter ist für ihn Bayern-Keeper Jonas Urbig, der gegen Serbien und Griechenland seinen Kasten sauber hielt, die Nummer zwei: "Urbig ist für mich auf Platz zwei. Er hat in Griechenland sehr souverän gespielt und uns früh im Spiel gehalten mit einer Top-Parade."
