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Klopp bestätigt Nummer-eins-Entscheidung im DFB-Team

Bundestrainer Jürgen Klopp hat in der Torwartfrage des DFB-Teams ein klares Machtwort gesprochen und Marc-André ter Stegen als Nummer eins bestätigt. Warum ter Stegen weiter das Vertrauen erhält.
VonJan Kupitz
Marc-Andre ter Stegen und Jürgen Klopp
Marc-Andre ter Stegen und Jürgen Klopp | Alexander Hassenstein/GettyImages

Die deutsche Nationalmannschaft geht mit einem deutlich strafferen Kader in die kommenden zwei Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande. Hatte Jürgen Klopp zu seinem Start als Bundestrainer noch 44 verschiedene Spieler eingeladen, um sich ein Bild von jedem einzelnen zu machen, sind es jetzt nur noch 24 Akteure.

Auch im Tor hat Klopp die Anzahl reduziert und sich auf Marc-André ter Stegen, Jonas Urbig und Alexander Nübel festgelegt. Während Nübel ziemlich klar die Nummer drei sein dürfte, liefern sich ter Stegen und Urbig einen ebenbürtigen Kampf um die Nummer eins.

Obwohl ter Stegen zum Klopp-Start offiziell zur (vorläufigen) Nummer eins ernannt wurde, gibt es nicht wenige Stimmen, die Urbig gerne als DFB-Stammkeeper sehen würden. Bei seinen ersten beiden Länderspielen hinterließ der Bayern-Torwart jedenfalls einen formidablen Eindruck. Zudem kommt er in München immer häufiger zum Einsatz, hat also die nötige Spielpraxis – und das auf höherem Niveau als ter Stegen bei Ajax Amsterdam in der Eredivisie und Conference League.

Jonas Urbig hat beim DFB-Debüt geglänzt
Jonas Urbig hat beim DFB-Debüt geglänzt | Marcel Engelbrecht - firo sportphoto/GettyImages

Rund um die Kadernominierung stellte Klopp aber klar, dass er erstmal an seinem Plan festhalten und ter Stegen weiter das Vertrauen als Nummer eins schenken wird.

"Marc hat eine fantastische Saison in Amsterdam", betonte der Bundestrainer. "Glücklicherweise haben auch die anderen beiden [Urbig und Nübel] wirklich gute Saisons. Wir gehen in diese Spiele mit Marc als unserer Nummer eins. Und es geht hier nicht darum, wer gerade zufällig die besseren Paraden macht, denn Torhüter müssen viel Stabilität und Selbstvertrauen bieten."

Erfahrung spricht für ter Stegen

"Die erste Anforderung an einen Torhüter ist, dafür zu sorgen, dass der Ball nicht im Netz landet. Das ist das Wichtigste. Aber darüber hinaus gibt es mehrere andere Aspekte, die zählen: Wie kann er unser Spiel diktieren, auch wenn wir im Ballbesitz sind? Wie geht er mit diesen Situationen um? Und wenn wir mit hoher Abwehrlinie spielen, wie früh kann er diese Situationen erkennen, damit er als Torhüter weiter vorne auf dem Platz eingreifen kann?", ergänzte Klopp.

Marc-André ter Stegen im Einsatz für Ajax
Marc-André ter Stegen im Einsatz für Ajax | Dijks Media/MB Media/GettyImages

"Es klingt seltsam formuliert, aber im Grunde geht es darum zu wissen, wann man herauskommt und die Gefahr beseitigt – nicht ums Dribbeln, sondern einfach ums Klären des Balls. All das gehört zum Job", so Klopp, der ter Stegen hierfür als am besten geeignet erachtet, da er "in diesem Bereich die meiste Erfahrung" habe.

Blickt man auf den Rest des DFB-Teams, erkennt man, dass viele junge Spieler dabei sind. Nur sieben Kicker (einschließlich ter Stegen) kommen überhaupt auf 20 Länderspiele. Daher ist es durchaus verständlich, dass Klopp etwas Erfahrung in sein Team bringen möchte und auf ter Stegen baut.

Sobald ter Stegen sich die kleinsten Unsicherheiten leistet, darf man sich aber sicher sein, dass die externen Rufe nach Urbig immer lauter werden.


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