Ausgerechnet! Ein Wort, das im Fußball immer wieder Verwendung findet.
Ja, ausgerechnet gegen den Hamburger SV konnte Rayan Philippe am vergangenen Wochenende sein erstes Tor für den SC Paderborn 07 erzielen. Obendrein war es der goldene Treffer zum 1:0-Sieg des Aufsteigers.
Der Angreifer war im Sommer vom HSV in die Paderstadt verliehen worden, da er nach der Transferoffensive der Rothosen keine rosigen Perspektive mehr besaß. "Ich hatte dann keine Wahl – ich musste gehen", hatte Philippe vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Stammklub verraten.
Nun also die bittersüße Revanche, auch wenn Philippe aus Respekt vor dem Verein auf einen Torjubel verzichtete.

In Paderborn wird man derweil hoffen, dass der Siegtreffer der Brustlöser für Philippe war. Nach einem Startelf-Einsatz direkt zu Beginn war der Franzose zuletzt nämlich nur noch Edeljoker, wobei er nach seinen Einwechslungen jedes Mal für frischen Wind sorgte. Reicht es nun wieder für eine größere Rolle?
Laut Angaben von Sky liebäugeln die Verantwortlichen des SCP jedenfalls damit, Philippe auch nach dem Ende der Leihe zu behalten. Die Paderstädter seien "grundsätzlich" an einer festen Verpflichtung interessiert, zumal Philippe intern "großes Vertrauen" besitzen soll.
Bleibt nur die Frage, ob der Angreifer für Paderborn überhaupt zu stemmen ist. Wie Sky berichtet, ist die vereinbarte Ablöse auch an die Anzahl von Philippes Einsätzen gekoppelt; der kicker hatte im Zuge des Leihgeschäfts von rund fünf Millionen Euro gesprochen. Eine Summe, die für die Ostwestfalen ein dickes Brett ist!
Übrigens: Die Kaufoption kann nur dann gezogen werden, wenn der SC Paderborn die Klasse hält. Alles andere würde aber ohnehin nur wenig Sinn ergeben, denn im Falle eines Abstiegs könnten die 07er die Ablöse so oder so nicht aufbringen.
Bisherige Rekordeinkäufe des SC Paderborn sind Marvin Pieringer und Gabriel Vidovic, die im vergangenen Sommer für jeweils rund drei Millionen Euro verpflichtet wurden. Zuvor hatten jahrelag Kevin Stöger und Nick Proschwitz mit je einer Million Euro die Bestmarke inne.
