Für Ayoube Amaimouni verlief das Jahr 2026 bis zum Sommer wie im Traum. Im Januar wechselte der 21-jährige Rechtsaußen für schlappe 200.000 Euro von der TSG Hoffenheim II zu Eintracht Frankfurt - und war dort sofort bei den Profis gefragt.
Dank einer starken Rückrunde (fünf Scorer in 17 Bundesliga-Einsätzen) schoss nicht nur Amaimounis Marktwert auf satte zehn Millionen Euro, der Youngster hinterließ auch über die Landesgrenzen hinaus einen bleibenden Eindruck. Amaimouni wurde im Sommer erstmals für die marokkanische Nationalmannschaft nominiert und sammelte sogar zwei Einsätze bei der WM.
Den Start in die neue Saison hat sich Amaimouni aber sicher anders vorgestellt. Zwar stand er im Pokalspiel gegen St. Tönis (11:0) und beim Liga-Auftakt bei Union Berlin (3:3) in der Startelf, kam im Anschluss darauf aber nur noch dreimal von der Bank.
Der rechte Flügel fällt unter Hütter weg
Dass der gebürtige Spanier seinen Stammplatz verloren hat, liegt auch am neuen Trainer Adi Hütter und dessen System. Der lässt am liebsten in der 4-2-2-2-Formation spielen, wodurch Amaimounis Lieblingsposition, der rechte Flügel, wegfällt. Dadurch muss sich das Talent nun auf einer fremden Position behaupten.
"Letzte Saison wurde im 4-3-3 gespielt, also mit klassischen Flügelspielern wie es auch Jupp ist. Jetzt haben wir eine etwas andere Grundordnung, das ist auch für ihn neu", erklärte Hütter gegenüber Bild. Er muss jetzt kämpfen und er wird den Konkurrenzkampf anheizen. Ich sehe ihn als rechten Zehner."
Dort hat derzeit Ritsu Doan die Nase vorn, der sich im Sommer beinahe nach Saudi-Arabien verabschiedet hätte. Der Japaner füllt die Rolle nach seinem Verbleib offenbar besser aus als Amaimouni. Noch dazu bekommt der Marokkaner jetzt auch von Can Uzun und Younes Ebnoutalib Konkurrenz.
Hütter hat also die Qual der Wahl für die Position des rechten Zehners. Für Amaimouni bedeutet das in den kommenden Wochen wohl weiterhin nur die Jokerrolle.
