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Kein Einsatz, kein Problem? Werders alternativloser Weg mit Stark

Niklas Stark spielt auf dem Rasen kaum noch eine Rolle. Missen wollen ihn die Verantwortlichen bei Werder Bremen aber nicht.
VonThomas Wygold
Werder-Verteidiger Niklas Stark
Werder-Verteidiger Niklas Stark | Stuart Franklin/GettyImages

Die Rolle von Niklas Stark bei Werder Bremen hat sich stark gewandelt. Gehörte er in seinen ersten eineinhalb Jahren teils sogar als Kapitän zumeist zum Stammpersonal, warfen ihn anschließend immer wieder Verletzungen zurück. Mittlerweile ist er sportlich ins zweite Glied gerückt - unfreiwillig, aber spätestens im Sommer ganz bewusst.

Starks immense Erfahrung aus 284 Bundesligaspielen ist bei Werder einzigartig. Kein anderer Spieler im Kader kommt da heran. Der Mannschaft von Trainer Daniel Thioune könnte er damit auf dem Rasen sicher helfen, und dennoch kam er in der laufenden Saison noch auf keine Einsatzminute. Die Gründe dafür sind ernüchternd. Die Klarheit zwischen Klub und Spieler sorgt aber dafür, dass es keinen Zoff gibt.

Der Werder-Plan mit Motivator Stark

Wie Clemens Fritz gegenüber der Deichstube erklärte, sei diese Entwicklung aufgrund der anhaltenden Hüftprobleme bei Stark schon eingehend besprochen worden. "Beide Seiten wussten im Sommer, was sie voneinander erwarten können. Da herrschte von Anfang an Klarheit", sagte der Sportchef. Stark sei für die Belastungen der Bundesliga einfach nicht mehr vollends gewachsen. Auch eine Operation sei keine Lösung, berichtete Stark vor Saisonbeginn selbst.

Auch wenn der 31-Jährige fußballerisch kaum noch eingreifen kann, will ihn Werder aber explizit nicht missen. "Wichtig ist er aber dennoch für die Mannschaft, während seiner Einsätze sportlich und darüber hinaus auch als Typ in der Kabine und auf der Bank", erklärte Sportchef Fritz im Deichstube-Interview. Als Mentor könne Stark jungen Defensivspielern wie Oskar Wojcik (23) und Mick Schmetgens (19) helfen.

Karriereende in Bremen?

Auch wenn Stark in dieser Rolle noch einen großen Mehrwert für die Mannschaft hat, ist unklar, wie es nach der laufenden Saison weitergeht. Es tue "gut, dass Niklas als langjährige Säule weiterhin dabei ist", betonte Fritz angesichts der vielen Kaderveränderungen im Sommer. Möglicherweise ist es aber auch schon die letzte Spielzeit, in der das der Fall ist. Im Sommer 2025 hatte Werder den Vertrag mit Stark über das Jahr 2026 hinaus verlängert - die genaue Laufzeit blieb aber geheim. Könnten es gar schon die letzte Saison in Starks Karriere sein?

Mit der Idee, dass Werder seine letzte Profi-Station ist, hat sich Stark zumindest bereits angefreundet. "Ich fühle mich weiterhin wohl in Bremen, daran hat sich nichts geändert. Deshalb kann ich mir vorstellen, meine Karriere irgendwann bei Werder zu beenden", betonte Stark im Sommer, aber: "Vorher will ich aber noch einige Spiele machen."


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