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In Mainz früh ausgewechselt: Schon wieder Sorgen um Neuer

Manuel Neuer muss im Spiel des FC Bayern München bei Mainz 05 frühzeitig ausgewechselt werden. Ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen?
VonThomas Wygold
Manuel Neuer wird durch Jonas Urbig ersetzt
Manuel Neuer wird durch Jonas Urbig ersetzt | A. Scheuber/GettyImages

Für Manuel Neuer hat sein 550. Bundesligaspiel ein bitteres frühes Ende genommen. Den 40-Jährigen plagen mal wieder Verletzungsprobleme, die ihn im Auswärtsspiel bei Mainz 05 noch vor der Pause zwangen, den Platz zwischen den Pfosten des FC Bayern für Jonas Urbig zu räumen.

Manuel Neuer wird am Fuß behandelt
1. FSV Mainz 05 v FC Bayern München - Bundesliga 2026/27 | Alex Grimm/GettyImages

Zunächst schien die Verletzung nicht das einzige Übel zu sein. Neuer war an einer Freistoßflanke, die von Jonathan Tah noch leicht touchiert wurde, vorbeigesegelt. Bayern-Schreck Jae-Sung Lee, der schon in den vergangenen Duellen gegen die Münchner mit Toren glänzen konnte, nutzte die Unsicherheit und traf in der 40. Minute zum vermeintlichen 1:1.

Eberl gibt schnell einen Verdacht ab

Neuer blieb anschließend am Boden und wurde am rechten Fuß behandelt. Schnell gaben die Ärzte das Signal, dass es für den Weltmeister von 2014 nicht weitergeht. Nach fast fünf Minuten kam Urbig ins Spiel - und Schiedsrichter Robert Schröder gab die Entscheidung der VAR-Überprüfung bekannt: Abseits von Lee, kein Tor. Es blieb zumindest bei der 1:0-Führung für die Bayern.

Nach Angaben von Sky-Experte Mirko Slomka handelt es sich bei Neuers Beschwerden offenbar um eine alte Verletzung, die wieder aufgebrochen ist. Das habe ihm Bayern-Sportvorstand Max Eberl während der Halbzeitpause bestätigt.

Sorgen auch um Stanisic?

Die neuerliche Verletzung des früheren Welttorhüters kommt zur bereits angespannten Personallage hinzu, wenngleich sie angesichts des starken Vertreters nicht allzu schlimme Folgen für die Qualität auf dem Platz hat.

Das wäre bei weiteren Verletzungen von Feldspielern anders - und auch da gab es noch in der ersten Halbzeit neue Sorgen. Josip Stanisic wurde nach einem Abschluss im Mainzer Strafraum vom Knie des heranrauschenden Anthony Caci unglücklich am Knöchel getroffen. Stanisic schrie laut auf und blieb schmerzverzerrt liegen.

Josip Stanisic im Spiel gegen Mainz 05
Josip Stanisic im Spiel gegen Mainz 05 | A. Scheuber/GettyImages

Der Kroate konnte zwar weitermachen, lief aber alles andere als rund. Ein Ausfall würde die Verletztenliste, auf der mit Jamal Musiala (Muskelverletzung), Luis Díaz (Muskelverletzung), Serge Gnabry (Oberschenkelverletzung), Ismael Saibari (Syndesmoseverletzung) und Bara Sapoko Ndiaye (Blinddarm-OP) bereits zahlreiche Spieler stehen, weiter verlängern.

Kam das Neuer-Comeback zu früh?

Für Neuer ist die erneute Verletzung besonders bitter, weil er sich erst kürzlich von hartnäckigen Fußproblemen zurückgemeldet hatte. Eine Sehnenreizung hatte den Bayern-Kapitän im Oktober zunächst gegen Viking Stavanger und RB Leipzig ausgebremst. Nach einem zwischenzeitlichen Comeback gegen Arsenal musste er auch gegen Freiburg, Magdeburg und Dortmund passen.

Manuel Neuer im Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid
Manuel Neuer im Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid | S. Stingl/GettyImages

Erst beim Champions-League-Sieg gegen Atlético Madrid am Dienstag stand Neuer wieder über 90 Minuten zwischen den Pfosten. Dabei offenbarte er anschließend, dass er bis zum Spieltag noch Schmerzen beim Gehen gehabt hatte.

Immer wieder Verletzungssorgen bei Neuer

Schon in der vergangenen Saison hatte Neuer mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Im Februar zog er sich beim Bundesliga-Spiel in Bremen einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden. Bei seinem Comeback Anfang März gegen Borussia Mönchengladbach war nach 45 Minuten erneut Schluss, weil die Wade wieder Probleme machte.

Mitte Mai folgte der nächste Rückschlag: Beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln musste Neuer mit muskulären Problemen in derselben Wade vorzeitig vom Platz. Die Verletzungsanfälligkeit des mittlerweile 40-Jährigen bleibt damit ein Dauerthema beim Rekordmeister.


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