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Hütter mit unmissverständlicher Forderung an Eintracht-Stars

Die Frankfurter sind am Freitag gegen Köln gefordert. Zeigt die SGE dann ein anderes Gesicht als gegen Leipzig?
VonJan Kupitz
Adi Hütter
Adi Hütter | Alex Grimm/GettyImages

Nach der heftigen 0:6-Pleite bei RB Leipzig muss Eintracht Frankfurt Wiedergutmachung betreiben. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Freitagabend – in einem potenziell dankbaren Rahmen.

Die SGE spielt zuhause, unter Flutlicht, vor ausverkauftem Haus und hat mit dem 1. FC Köln einen dankbaren Gegner zu Gast. Zwar hat der Effzeh zuletzt das Rheinderby gegen Gladbach gewonnen, doch gut sind die Geißböcke in dieser Saison noch nicht unterwegs – und auswärts ist Köln (zwei Spiele, zwei Niederlagen) ohnehin meist nochmal deutlich schwächer.

Wann, wenn nicht unter diesen Bedingungen will Frankfurt den zweiten Saisonsieg einfahren?

Damit dieser gelingt, muss die SGE aber nicht nur besser Fußballspielen. Adi Hütter fordert vor allem, dass seine Mannschaft auch in den talentfreien Bereichen zulegt und einfach giftiger, ekliger wird.

Frankfurt muss "unbequemer und unangenehmer werden"

"Ich habe vor allem eine Kritik am Team: Wir sind viel zu bequem für unsere Gegner", zitiert die Bild den Eintracht-Coach. Sein unmissverständlicher Appell: "Ich will, dass wir unbequemer und unangenehmer werden. Wir sind zu angenehm. Das geht einfach nicht. Wir müssen beißen, kratzen und zwicken."

Am erfolgreichsten waren die Hessen immer dann, als sie nicht nur die Kugel gut laufen ließen, sondern sich auch in den Zweikämpfen wehrten und dem Gegner das Leben schwer machten. Dann kam kein Team gerne in den Deutsche-Bank-Park, weil jeder wusste: Hier wird's richtig unangenehm.

"Ich will eine Mannschaft, die diese 069-Mentalität [Vorwahl der Stadt Frankfurt] wieder zeigt. Das erwarten hier in Frankfurt 60.000 Fans. Alle Spieler müssen um jeden Meter kämpfen und laufen, bis sie nicht mehr können und umfallen", legte Hütter nach.

Dass seine Spieler prinzipiell die Qualität für mehr haben, steht für Hütter außer Frage. Aber Talent allein gewinnt keine Spiele. "Das ist hier eine ordentliche Mannschaft. Aber es geht nichts von selbst. Wir müssen alles hart erarbeiten", unterstrich der Trainer.

"Mich stört, dass wir da in unserer Entwicklung noch nicht weiter sind. Wir haben in Mainz und gegen Freiburg gezeigt, dass wir auch das können. Dann kommt aber so etwas wie in Leipzig, was einfach nicht geht. Deswegen ist die Kritik aktuell absolut berechtigt."


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