"Er ist verletzt und verlässt das Trainingslager."
Diesen Satz möchte während der Länderspielpause kein Verein über seinen Spieler hören. Doch beim Hamburger SV ist genau das der Fall. Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer bestätigte, dass Albert Grönbaek sich zum Nations-League-Auftakt gegen Norwegen verletzt hat.
Der HSV-Star war im Skandinavien-Duell erst in der 82. Minute eingewechselt worden, verletzte sich in dieser kurzen Zeit jedoch am Bein. Nach dem Spiel war zu sehen, wie Grönbaek am Oberschenkel bandagiert wurde – ein klares Indiz für eine Muskelverletzung. Wie schwer diese ausfällt, ist noch offen. Sobald er zurück beim HSV ist, dürfte es sofort Untersuchungen und somit weitere Infos geben.
Handelt es sich lediglich um eine Zerrung, dürfte Grönbaek diese bis zum Ende der langen Länderspielpause wieder auskuriert haben. Bei einem Muskelfaserriss würde er hingegen den Restart Mitte Oktober verpassen; zur Einordnung: Die Rothosen bekommen es mit der TSG Hoffenheim (10. Oktober), dem VfB Stuttgart (17. Oktober) und SC Paderborn (24. Oktober) zu tun.
Sollte Grönbaek dem HSV erstmal fehlen, wäre das ein schwerer Schlag für Merlin Polzin und sein Team. Beim jüngsten 2:1-Sieg gegen Köln, dem ersten der neuen Bundesliga-Saison, war Grönbaek mit zwei Vorlagen der Matchwinner. Generell ist der 25-jährige Däne als einer der wenigen Hamburger richtig gut in die Spielzeit gestartet. Ihn jetzt wochenlang zu verlieren, käme zur Unzeit.
Schon in der abgelaufenen Rückrunde, die Grönbaek auf Leihbasis beim HSV verbracht hatte, war der Mittelfeldspieler einen knappen Monat wegen einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. In Hamburg hofft jeder, dass sich das nun nicht wiederholt.
