Borussia Mönchengladbach konnte zwar auch das zweite Testspiel der Sommer-Vorbereitung gegen Drittligist RW Essen für sich entscheiden, die Stimmung nach dem 2:1-Sieg war aber gedrückt. Grund dafür war ein rüdes Foulspiel an Neuzugang Yukhym Konoplya. Der Rechtsverteidiger musste schon in der Anfangsphase verletzt ausgewechselt werden (90min berichtete).
"Wir hoffen, dass es nicht zu schlimm ist. Aber es ist natürlich keine gute Information", meinte Fohlen-Coach Eugen Polanski nach dem Spiel. Eine Hoffnung, die sich offenbar nicht bestätigt hat. Wie Sky, Bild und Rheinische Post übereinstimmend berichten, wird der 26-jährige Ukrainer der Borussia "mehrere Wochen" fehlen.
Konoplya hatte sich am Samstagabend auf Instagram zu Wort gemeldet, nachdem der Essener Bouebari Kitsamoutsele, der das Foulspiel begangen hatte, angefeindet wurde. "Gebt dem Spieler keine Schuld. Ich bin sicher, er hat es nicht absichtlich getan. Ich hoffe, die Verletzung ist nicht schwerwiegend und ich werde hart arbeiten, um noch stärker zurückzukommen", schrieb Konoplya.
Mehrwöchige Pause: Innenbandverletzung bei Konoplya
Nachdem die Bild berichtete, es sei "das Innenband im rechten Knie betroffen", veröffentlichte die Borussia mittlerweile eine offizielle Diagnose. Demnach habe sich Konoplya einen "Innenbandanriss im rechten Knie" zugezogen und werde mehrere Wochen fehlen.
"Das tut uns allen wahnsinnig leid für Yukhym. Er hatte hier als Neuzugang einen guten Start, hat viel Energie ins Team gebracht und konnte seine Qualitäten schon im Training zeigen. Aber er ist ein zäher Kerl, hat sich nach der Diagnose sofort kämpferisch gezeigt und arbeitet an seinem Comeback. Selbstverständlich bekommt er hierfür von uns jede Unterstützung", erklärte Sportchef Rouven Schröder.
In knapp einem Monat steht für die Fohlen der Saisonauftakt im DFB-Pokal gegen Schott Mainz an (23.8.). Eine Woche später geht es zum Bundesliga-Auftakt zu RB Leipzig (29.8.). Für Konoplya dürfte die Zeit bis dahin kaum reichen, um rechtzeitig fit für die Startelf zu sein. Der Ukrainer war als möglicher Nachfolger von Joe Scally verpflichtet worden, der weiterhin auf einen Wechsel hofft – am liebsten in die Premier League. Ob es den US-Verteidiger bis Saisonstart tatsächlich weg vom Niederrhein zieht, ist noch völlig offen.
Sollte Scally bis dahin nicht mehr da sein, muss Polanski auf der rechten Abwehrseite improvisieren. Kevin Diks, der eigentlich im Abwehrzentrum eingeplant ist, könnte diese Rolle durchaus bekleiden.
