Skip to main content

Gladbach-Routinier außen vor: Blessin mit klarem Fingerzeig

Läuft die Zeit von Kevin Stöger bei Borussia ab?
VonJan Kupitz
Alexander Blessin
Alexander Blessin | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Ein Trainerwechsel ist die Chance für jeden Spieler, sein Standing zu verbessern. So geschehen bei Florian Neuhaus, der unter Alexander Blessin bei Borussia Mönchengladbach plötzlich wieder wichtig scheint und beim Debüt des neuen VfL-Coaches in der Startelf auftauchte.

Doch wo Gewinner sind, sind auch Verlierer. Wie zum Beispiel Kevin Stöger, der im Rheinderby gegen den 1. FC Köln gar nicht erst im Kader auftauchte. Körperliche Problemen waren nicht der Grund für das Fehlen des Österreichers; Blessin wollte einfach lieber einen Youngster mitnehmen anstelle des Routiniers.

"Das sind Kader-Entscheidungen, bei denen man abwägt. Wir haben junge, hungrige Spieler. Mathieu Nguefack hat mir einfach gefallen. Deshalb habe ich mich für ihn und nicht gegen Kevin Stöger entschieden", teilte Blessin am Mittwoch der RP mit.

Die Entscheidung des neuen Trainers ist umso bemerkenswerter, da gegen Köln gleich mehrere namhafte Profis fehlten: Wie Jens Castrop und Enzo Leopold, die auf Stögers Position im Mittelfeld agieren können. Aber auch Nicolas Kühn, Tim Kleindienst, Franck Honorat und Ko Itakura waren nicht dabei – trotzdem war für Stöger kein Platz im Aufgebot. Ein klarer Fingerzeig von Blessin.

Wie geht es für Stöger weiter?

Dabei hatte die Saison für Stöger eigentlich ziemlich gut angefangen: In der ersten Pokalrunde stand er in der Startelf, lieferte auch einen Assist. Dazu tauchte er in zwei der ersten drei Bundesliga-Spiele in der Startelf auf.

Die bisherige Bilanz von Kevin Stöger
Die bisherige Bilanz von Kevin Stöger | Screenshot Transfermarkt

Mit der Entlassung von Eugen Polanski sank dann aber auch sofort sein Standing. Interimstrainer Jan-Moritz Lichte brachte Stöger gegen Mainz erst in der Schlussphase, nun also das komplette Aus unter Blessin gegen Köln.

An Stöger scheiden sich seit seiner Ankunft am Niederrhein im Sommer 2024 ohnehin die Geister. Unumstritten war der Ex-Bochumer nie, geniale Momente wechselten sich mit haarsträubenden Leistungen ab. Nun befindet er sich augenscheinlich wieder auf dem Weg nach unten.

Stögers Vertrag bei Borussia läuft nur noch bis zum kommenden Sommer. Zwar gibt es eine Option, die eine automatische Verlängerung um ein Jahr bewirken kann – diese greift aber erst ab einer bestimmten Anzahl an Einsätzen. Die erste Tendenz unter Blessin ist, dass er diese wohl nicht erreicht.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu